Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Julia Frank und Daniel Frank stehen den Grünen vor.
+
Julia Frank und Daniel Frank stehen den Grünen vor.

Kommunalpolitik

Grüne in Frankfurt nehmen Bundestagswahl in den Fokus

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Der neue Vorstand der Grünen in Frankfurt stellt sich vor. Julia Frank gibt ihr Amt als Stadtelternbeirätin ab.

Eigentlich ist der neue Vorstand der Frankfurter Grünen noch gar nicht im Amt. Es ist nämlich so: Die rund 200 Parteimitglieder haben Julia Frank und Daniel Frank am Samstag bei einer Versammlung im Internet zu Sprecherin und Sprecher gekürt. Das zählt aber nicht, sagt das deutsche Parteienrecht, zumindest muss das Ergebnis nochmal per Briefwahl bestätigt werden, was bis zum 9. Juli geschehen soll.

Uneigentlich ist aber klar, dass Frank und Frank, die nicht miteinander verwandt sind, von nun an die Partei führen. Deshalb haben sie sich am Samstagabend gleich besprochen und für Sonntag direkt eine digitale Vorstandssitzung mit den Beisitzenden und dem Schatzmeister einberufen. Es gibt nämlich einiges zu tun, wie die beiden am Montag beim Pressetermin im Haus der Jugend erklärten.

Der Fokus liege ganz klar auf der Bundestagswahl am 26. September, sagte Daniel Frank. Dann wollten die Grünen „zum dritten Mal in Folge“ eine Wahl in Frankfurt gewinnen. Eine Aussage, die zeigt, dass der 37-jährige ein höflicher und bescheidener Mensch ist, denn wenn die Grünen in rund 100 Tagen erneut stärkste Kraft in Frankfurt würden, dann wäre es das vierte Mal in Folge – nach Landtagswahl 2018, Europawahl 2019 und der Kommunalwahl im März.

Parteiintern geht es Daniel und Julia Frank vor allem um den Kontakt zwischen Basis und Vorstand, von dem vor der Mitgliederversammlung oft die Rede war. Wobei Daniel Frank betonte: Auch wenn Mitglieder zuletzt darüber klagten, dass sie etwa Personalentscheidungen aus der Presse erfahren hätten oder das Frauenstatut der Partei missachtet worden sei – schlecht sei das Verhältnis zwischen den Sprecher:innen Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff auf der einen und den rund 1700 Mitgliedern in Frankfurt auf der anderen Seite bestimmt nicht gewesen. Gleichwohl lasse sich die Kommunikation verbessern, sagte Julia Frank.

Derzeit würden alle Mitglieder per Mail angeschrieben, womöglich wären andere Wege praktischer, so die neue Vorsitzende, die bei einer Konzertagentur arbeitet. Im Ehrenamt kann sie sich fortan ganz auf die Grünen konzentrieren. Den Posten als Vorsitzende des Stadtelternbeirats gibt Julia Frank mit Beginn der Sommerferien auf.

Dem alten wie auch neuen Vorstand gehört der Beisitzer Thomas Schlimme an, der im Stadtparlament sitzt und ein grünes Urgestein (Einzug in den Ortsbeirat 1989) ist. Er freue sich mehr denn je, Mitglied in der Partei zu sein, sagter er: „Das sind die grünsten Grünen seit 40 Jahren.“

Unterdessen meldete sich auch Ex-Vorstand Bergerhoff zu Wort. Nach zehn Jahren als Vorsitzender bedankte er sich auf Facebook bei seinem Team und schrieb: „Wir haben als Grüne den Auftrag, die Welt besser zu machen und ein neues Frankfurt zu gestalten. Der geht an uns alle.“ Dazu verschickte er das Foto einer Blumenwiese. Unzufrieden wirkte der künftige Kämmerer jedenfalls nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare