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Externe Prüfung gefordert

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Die Fraktion empört sich über teure Autos. Die FDP fragt nach den Pressegesprächen des Oberbürgermeisters.

Die AWO-Affäre zieht auch im Römer immer weitere Kreise. Die Fraktion der Grünen forderte die AWO am Montag auf, eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der Vorwürfe zu beauftragen.

„Die Tatsache, dass Beschuldigte aus Geschäftsführung und Vorstand noch Zugang zu den zu prüfenden Akten haben, ist unvorstellbar und keinesfalls hilfreich für die Aufklärung“, sagte Fraktionschef Sebastian Popp. Selbst wenn sich Vorwürfe nicht erhärten ließen, stünde der Verdacht im Raum, wichtige Unterlagen könnten verschwunden sein. Über aktuelle Veröffentlichungen, etwa über teure und PS-starke Dienstwagen für Führungskräfte, äußerten sich die Grünen „erschüttert“. Die Leitung der AWO habe offenbar „jede Berührung mit dem normalen Leben verloren“. Sollten die Vorwürfe bezüglich der Fahrzeuge zutreffen, müsse das AWO-Präsidium zurücktreten.

Die kommende Plenarsitzung der Stadtverordneten am 12. Dezember dürfte jedenfalls auch wegen der AWO-Affäre spannend werden. Ursprünglich wollten die Politiker an dem Abend nur über den von Kämmerer Uwe Becker (CDU) vorgestellten Haushalt beraten. In der davor angesetzten Fragestunde erwarten viele Stadtverordnete eine Erklärung von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der selbst in die Kritik geraten ist, weil seine Ehefrau als Leiterin einer Kindertagesstätte der AWO ein deutlich höheres Gehalt bekommen haben soll als üblich.

Die FDP-Fraktion hat zahlreiche Anfragen rund um die Vorwürfe vorbereitet. Unter anderem thematisiert sie Feldmanns Hintergrundgespräche mit Journalisten. In der vorigen Woche hatten nur geladene Reporter von ihm direkt Auskunft bekommen, ihre Kollegen mussten sich mit einer kurzen schriftlichen Stellungnahme begnügen.

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