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Die kumulierten und panaschierten Stimmzettel werden nun ausgezählt.
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Die kumulierten und panaschierten Stimmzettel werden nun ausgezählt.

Kommunalwahl Frankfurt

Grüne festigen Platz eins in Frankfurt

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Die Auszählung der Einzelstimmen fürs Stadtparlament hat begonnen. Dabei festigen die Grünen ihr Trendergebnis.

Es geht voran mit der Auszählung der Stimmen für die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Bis Dienstagabend hatten die städtischen Beschäftigten die Stimmzettel in 421 von 516 Wahlbezirken komplett ausgewertet, das heißt, ins Ergebnis flossen sowohl die Listenkreuze als auch die Stimmen für einzelne Kandidatinnen und Kandidaten ein.

Dabei festigten die Grünen ihr Trendergebnis. Sie lagen am Dienstagabend bei 25,0 Prozent und bleiben damit stärkste Kraft. Die CDU rutschte auf 20,2 Prozent ab, was bei den Christdemokrat:innen aber kein Grund für Panik sein dürfte. Denn unter den ausgezählten Wahlbezirken sind noch wenige, in denen die Briefwähler:innen abgestimmt haben. Und bei der Briefwahl holte die CDU auch bei den Trendergebnissen am Sonntag mächtig auf. Am Ende stand sie bei 23,6 Prozent. Die SPD scheint auf dem dritten Rang zu bleiben, derzeit liegt sie bei 17,2 Prozent.

Während die Auszählung der kumulierten und panaschierten Stimmen für die großen Parteien also kaum Veränderungen zum Trendergebnis am Sonntag mit sich bringen dürfte, müssen die kleineren Gruppen sehr genau auf die detaillierte Auswertung schauen. Das gilt besonders für Ökolinx. Die Liste lag am Wahlabend noch bei 1,5 Prozent und blieb damit weiter hinter dem eigenen Anspruch zurück, vier Sitze in der Stadtverordnetenversammlung zu erreichen. Mittlerweile konnte aber vor allem die prominente Spitzenkandidatin Jutta Ditfurth Einzelstimmen einheimsen. Ökolinx stieg bis Dienstagabend auf 1,9 Prozent, was schon zwei Sitzen im Parlament entspricht.

Frauen holen Stimmen

Da Ditfurth ihre Wählerinnen und Wähler über die sozialen Medien immer wieder aufgerufen hatte, wegen der Pandemie per Briefwahl abzustimmen, dürfte sich das Ergebnis noch verbessern. Zumindest drei Sitze im Parlament erscheinen möglich. Dann hätte die Gruppe Fraktionsstatus, was vor allem für ihre finanzielle Ausstattung von großer Bedeutung wäre.

Interessant ist auch ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten – wobei man sich die Zahlen sehr genau anschauen muss. Die Taktik der SPD, Planungsdezernent Mike Josef als Spitzenkandidat aufzustellen, scheint sich auszahlen. Josef erhielt bis Dienstagabend deutlich mehr Stimmen als die SPD-Fraktionschefin Ursula Busch auf Platz zwei der Liste. Das heißt, der Planungsdezernent bekam auch Einzelstimmen von Menschen, die mit einem Listenkreuz eine andere Partei gewählt oder ihre 93 Stimmen alle einzeln vergeben hatten.

Viele Einzelstimmen erhielt auch Thomas Bäppler-Wolf und könnte damit einen der größten Sprünge aller Kandidat:innen machen. Er steht auf Platz 29 der SPD-Liste und würde nach dem Stand am Dienstagabend 20 Plätze aufholen. Damit könnte er in die Stadtverordnetenversammlung einziehen. Auf mehreren Listen profitieren vor allem Frauen von den Einzelstimmen. Bei der CDU etwa deutet sich an, dass Carolin Friedrich (Listenplatz 21) und Veronica Fabricius (Listenplatz 31) in der Endabrechnung besser dastehen und somit auf einen Einzug ins Stadtparlament hoffen können.

Noch klarer lässt sich das Abstimmungsverhalten zugunsten von Frauen bei den Grünen beobachten, bei denen die Plätze abwechselnd von Männern und Frauen belegt sind. Spitzenkandidatin Martina Feldmayer schneidet besser ab als Bastian Bergerhoff (Platz zwei). Tina Zapf bekommt auf Platz drei mehr Stimmen als Heiko Nickel, der direkt hinter ihr kandidierte (und auch mehr als Bergerhoff), und so geht es weiter. Von 23 Stadtverordneten, die derzeit für die Grünen in den Römer einziehen würden, wären 15 Frauen. Aber das ist nur eine Momentaufnahme. Das endgültige Ergebnis steht voraussichtlich erst am Donnerstag fest.

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