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Grüne: „Die Rodung ist ein Drama“

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Kahlschlag im Frankfurter Osten.
Kahlschlag im Frankfurter Osten. © Renate Hoyer

Stadtverordnete diskutieren im Ausschuss über Fechenheimer Wald.

Während die Polizei am Donnerstagabend den zweiten Einsatztag im Fechenheimer Wald für beendet erklärte, diskutierten die Stadtverordneten und eine Bürgerin im Umweltausschuss über die Räumung des Protestcamps und die Rodung im Frankfurter Osten. „Das ist ein Massaker, eine brachiale Zerstörung, ein Kahlschlag“, sagte Katharina Bornscheuer vom Bündnis Verkehrswende Frankfurt.

Für die Rodung der rund zwei Hektar großen Fläche im Fechenheimer Wald ist die Polizei seit Mittwochmorgen im Großeinsatz. Sie räumt dort ein Protestcamp, das Umweltaktivisten vor mehr als einem Jahr eingerichtet haben, um das Fällen von gut 1000 Bäumen und den Bau des Riederwaldtunnels zu verhindern.

Stadtverordnete Katharina Knacker (Grüne) nannte die Rodung „ein Drama“. Sie selbst sei am Mittwoch während des Polizei-Einsatzes vor Ort gewesen, um darauf zu achten, dass „die Räumung fair abläuft“. Über diese Äußerung regte sich Manfred Zieran (Ökolinx) auf. „Die Räumung dient der Zerstörung des Waldes“, sagte er. „Die kann man nicht als fair bezeichnen.“ Den Grünen, die in Bund, Land und Stadt in der Verantwortung sind, warf er vor, dass sie „die Klimakatastrophe mitfüttern“ und nicht „auf der Seite der Menschen und Natur“ stehen.

Auslöser für die Debatte im Ausschuss war allerdings nicht die Rodung, sondern ein Antrag der Gartenpartei, der fordert, die sonntäglichen Spaziergänge im Fechenheimer Wald durch Ankündigungen im städtischen Pressenewsletter zu fördern. Die Demonstrationen sollen auch weiterhin stattfinden. Thomas Schlimme (Grüne) sagte: „Die Waldspaziergänge sind eine gute Sache, aber aufgrund des Neutralitätsgebots können wir nicht zu Demos aufrufen.“

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