Eingespieltes Team: Bastian Bergerhoff und Beatrix Baumann wurden für zwei Jahre gewählt.

Frankfurt-Gallus

Frankfurter Grüne bestätigen Vorstand im Haus Gallus

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Die Mitglieder wählen Bastian Bergerhoff und Beatrix Baumann und setzen sich für die Kommunalwahl ein hohes Ziel.

Die Grünen sind zufrieden. Mit sich, mit den Wahlergebnissen und auch mit dem Frankfurter Kreisvorstand. In ihrer Sitzung am Mittwochabend im Haus Gallus bestätigten sie Beatrix Baumann und Bastian Bergerhoff in ihren Ämtern als Sprecherin und Sprecher des mittlerweile mehr als 1000 Mitglieder zählenden Kreisverbandes. Baumann bekam 83 Prozent der Stimmen, Bergerhoff erzielte 93 Prozent. Gegenkandidaten gab es nicht.

Bergerhoff, der den Grünen seit vier Jahren ununterbrochen vorsteht, hatte seine Bewerbungsrede mit dem FR-Titel nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Chefin begonnen: „Wie wär’s mal mit Politik?“ Die Frage sei berechtigt und müsse nicht nur der SPD gestellt werden. Die Grünen aber duckten sich nicht weg, auch das sei ein Geheimnis der jüngsten Wahlerfolge. Sie sprächen nicht über gesellschaftlich aktive Gruppen, „sondern mit ihnen“. Bergerhoff nannte als Beispiele die Initiativen Fridays for Future, Radentscheid und Mietentscheid.

Kritik an CDU und SPD

In den kommenden zwei Jahren gelte es, „den Vertrauensvorschuss aus der Europawahl“ zu rechtfertigen. An vielen Stellen habe die Partei schon gute Ideen. Bergerhoff sprach etwa die Klima-Allianz an, die die Grünen ihren Koalitionspartnern CDU und SPD angeboten haben. Diese sieht unter anderem einen Klima-Vorbehalt bei Bauvorhaben vor.

Auch die Stadtverordnete Beatrix Baumann, die vor zwei Jahren erstmals zur Kreissprecherin gewählt wurde, sprach in ihrer Rede das gute Ergebnis bei der Europawahl an. Wie schon bei der Landtagswahl wurden die Grünen in Frankfurt stärkste Partei. Dies soll auch bei der Kommunalwahl in zwei Jahren gelingen, gab Baumann das Ziel vor.

Zudem ging die Politikerin auf die Gefahren durch Rechtspopulisten und die Herausforderungen des Klimaschutzes ein. Namentlich kritisierte sie Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und den scheidenden CDU-Fraktionschef Michael zu Löwenstein. Beide zeigten zu wenig Engagement für den Klimaschutz. So habe etwa Löwenstein auf das Angebot der Klima-Allianz im Römer sehr verhalten reagiert.

Als Schatzmeister wurde der Stadtverordnete Wolfgang Siefert in seinem Amt bestätigt. Die Wahl der sechs Beisitzer des Vorstands war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

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