Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Im Briefwahllokal der Stadt Frankfurt an der Lange Straße in der Innenstadt haben am Montag die Ersten schon ihre Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
+
Im Briefwahllokal der Stadt Frankfurt an der Lange Straße in der Innenstadt haben am Montag die Ersten schon ihre Stimmen für die Bundestagswahl abgegeben.

Bundestagswahl 2021

Großer Andrang auf Briefwahl in Frankfurt erwartet: „Wir sind vorbereitet“

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Wegen der Corona-Pandemie werden bei der Bundestagswahl 2021 wohl so viele Menschen wie nie ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Die Stadt Frankfurt bereitet sich darauf vor.

Frankfurt - Die Ersten haben schon gewählt. Seit gestern können Wahlberechtigte die Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl am 26. September erhalten. In Frankfurt nutzten einige schon am Morgen die Möglichkeit, in einem Briefwahllokal in der Innenstadt und im Stadtteil Höchst ihre Stimme direkt abzugeben. Auch in den anderen hessischen Kommunen ist das nach Angaben des Landeswahlleiters in der Regel möglich.

Alles spricht dafür, dass sich angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie der Trend zur Briefwahl statt zur Stimmabgabe am Wahltag im Wahllokal bei der Bundestagswahl fortsetzen wird. So waren etwa in Frankfurt bis Montag bereits 4.600 Briefwahlanträge eingegangen – und damit etwa 1.600 mehr als bei der Kommunalwahl, als erstmals mehr Menschen per Briefwahl als am Wahltag ihre Kreuzchen machten.

Bundestagswahl 2021: Frankfurter Stadtrat rechnet mit mindestens 50 Prozent Briefwahl

Der für Wahlen zuständige Frankfurter Stadtrat Jan Schneider (CDU) rechnet damit, dass auch diesmal mindestens die Hälfte der rund 429.000 Wahlberechtigten in der Stadt diese Möglichkeit nutzt. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte der Anteil noch lediglich bei gut 30 Prozent gelegen. „Wir sind vorbereitet für ein hohes Briefwahlaufkommen“, sagte Schneider am Montagmittag im Wahllokal an der Lange Straße. So habe die Stadt etwa die Zahl der Briefwahlbezirke von 140 auf 199 erhöht, um eine zügige Auszählung der Stimmen am Wahlabend zu gewährleisten.

Wählen per Brief

Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl sind seit dem gestrigem Montag bei den Wahlämtern der hessischen Städte und Gemeinden zu erhalten.

Antragsformulare befinden sich auf den Rückseiten der Wahlbenachrichtigungen, die bis 4. September zugestellt werden sollen.

Briefwahlanträge können aber auch ohne diesen Vordruck per Brief oder E-Mail gestellt werden. Viele hessische Städten und Gemeinden bieten zudem ein elektronisches Antragsformular an, das ein einfaches Bestellen der Unterlagen ermöglicht.

Die Stimmabgabe per Briefwahl kann zudem vor Ort in den Wahlämtern beantragt werden, wo es meist auch möglich ist, direkt zu wählen. cm

Mehr Infos unter wahlen.hessen.de und www.frankfurt.de/briefwahl

Je nach Pandemielage könnten nach Schneiders Einschätzung noch mehr Menschen die Briefwahl nutzen. Zumal viele schon bei der Kommunalwahl auf diese Weise abgestimmt und gemerkt hätten, wie unkompliziert das sei. Im März hatten 56,6 Prozent bereits vor dem Wahltag ihre Kreuzchen gemacht. Damals war die Situation allerdings noch heikler.

Schneider betonte am Montag, eine sichere Stimmabgabe werde auch in den diesmal 376 Wahllokalen möglich sein. Das Bürgeramt, Statistik und Wahlen stelle ausreichend große Räume bereit, in denen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden könnten, sagte der Dezernent. Auch die Wahlhelfer:innen müssten sich keine Sorgen machen.

Ausgezählt werde wie bei der Kommunalwahl auf dem Messegelände. Weil der Aufwand deutlich kleiner sei als bei der Kommunalwahl – als Stadtverordnete, Ortsbeiräte und der Ausländerbeirat gewählt wurden und kumuliert und panaschiert werden konnte –, sei es diesmal auch leichter, genügend Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zu finden, sagt Schneider.

Frankfurt: Briefwahlanträge für Bundestagswahl 2021 sollten möglichst früh gestellt werden

Bei der Kommunalwahl im März waren etliche Briefwahlunterlagen nicht rechtzeitig bei den Wählerinnen und Wählern angekommen, was zu viel Unmut geführt hatte. Ähnliche Probleme gab es auch bei früheren Wahlen. Schneider riet am Montag, angesichts der zu erwartenden hohen Nachfrage und der Postlaufzeiten nicht zu lange mit dem Antrag auf Briefwahl zu warten. Möglichst solle dieser bis 15. September im Wahlamt eingehen, hieß es. Ausdrücklich wies Schneider auch auf die Möglichkeit hin, direkt in den beiden Briefwahllokalen die Stimme abzugeben. Mehr als einen Personalausweis brauchten Wahlberechtigte dafür nicht. Um Warteschlangen zu vermeiden, sollte dies möglichst nach vorheriger Anmeldung geschehen.

Am Wahltag wird Schneider nicht mehr im Amt sein. Die neue Frankfurter Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt hat bereits ein Abwahlverfahren begonnen. In einer Sondersitzung des Stadtparlaments am Mittwoch, 8. September, wird der CDU-Stadtrat zum zweiten Mal abgewählt. Zuständig für die Wahlen dürfte künftig Eileen O’Sullivan (Volt) sein, die am selben Tag zur hauptamtlichen Stadträtin gewählt werden und das Dezernat für Digitalisierung, Bürger:innenbeteiligung und Europa übernehmen soll. Auswirkungen auf die Organisation der Wahl werde der Wechsel im Dezernat aber nicht haben, versicherte Schneider. (Christoph Manus)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare