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Mathias Müller ist seit 2009 IHK-Präsident.

IHK in Frankfurt

IHK vor großem Umbruch

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Die Amtszeit von IHK-Präsident Mathias Müller endet. Er darf im Mai wie acht weitere Präsidiumsmitglieder nicht erneut an die Spitze der Industrie- und Handelskammer Frankfurt gewählt werden.

Die Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) steht vor riesigen personellen Veränderungen. Von den zehn bisherigen Präsidiumsmitgliedern wird höchstens eines der im Mai kommenden Jahres zu wählenden neuen Führungsspitze der Kammer mit rund 110 000 Mitgliedsunternehmen angehören.

Präsident Mathias Müller, im Jahr 2009 als Nachfolger des Übergangspräsidenten Hans-Joachim Tonnelier gewählt, darf, weil er die Höchstzahl von zwei Amtszeiten von je fünf Jahren erreicht hat, nicht erneut kandidieren. Dasselbe gilt für seine Stellvertreter Karen Hoyndorf und Wolfram Wrabetz sowie für fünf der sieben Vize-Präsidenten,

Angelika Zülch-Busold dürfte noch einmal antreten, kandidiert aber nicht mehr für die Vollversammlung, aus deren Kreis das Präsidium gewählt wird. Nur Dietmar Vogelsang, im April dieses Jahres für Marlene Haas in das Gremium nachgerückt, könnte erneut der ehrenamtlichen IHK-Spitze angehören.

Die Amtszeit Müllers und der anderen Präsidiumsmitglieder endet am 31. März. Sie nehmen ihre Aufgaben aber noch bis zur Wahl ihrer Nachfolger wahr.

Für die Wahl der Vollversammlung, das Parlament der IHK, kandidieren diesmal 187 Unternehmer oder Manager um die 89 Sitze, 40 mehr als vor fünf Jahren. Nur 37 Frauen treten in den zwölf Wahlgruppen von Industrie bis Bildungswirtschaft an. Antreten darf nur, wer selbst ein Gewerbe betreibt, der gesetzlich Vertretungsberechtigte oder ins Handelsregister eingetragene Prokurist eines wahlberechtigten Unternehmens ist.

Die Wahl der Mitglieder des Wirtschaftsparlaments beginnt am 17. Januar und endet am 19. Februar. Zum ersten Mal können die Unternehmen außer per Briefwahl auch online ihre Kandidaten küren. Gewählt wird nach Gruppen. Jedes Unternehmen hat so viele Stimmen, wie seiner Wahlgruppe Sitze zustehen. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 7,4 Prozent.

Die Vollversammlung wählt in ihrer konstituierenden Sitzung am 9. Mai eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten und bis zu neun weitere Präsidiumsmitglieder. Diese können frei gewählt werden. Bisher gab es aber das Bemühen, die Branchenvielfalt der Wirtschaft in Frankfurt, Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis abzubilden.

Die Vollversammlung verabschiedet als höchstes IHK-Gremium den Haushalt, legt die Gebühren fest und bestellt den Hauptgeschäftsführer.

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