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Wer wohnt wo, und wie hoch ist die Miete? Das will der Zensus 2022 unter anderem herausfinden. Foto: Rolf Oeser
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Wer wohnt wo, und wie hoch ist die Miete? Das will der Zensus 2022 unter anderem herausfinden.

Zensus 2022

Große Volkszählung in Frankfurt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt sucht für die Große Volkszählung Erhebungsbeauftragte, die bis zu 1300 Euro bekommen.

In Deutschland werden alle zehn Jahre Bürgerinnen und Bürger bei einer Großen Volkszählung, dem sogenannten Zensus, befragt, welche Ausbildung und welchen Beruf sie haben, wie sie wohnen, wie hoch die Miete ist.

Die Befragung findet in allen Städten und Kommunen statt – auch in Frankfurt. Beginn ist der 15. Mai 2022. Die EU hat ihre Mitgliedstaaten zur Datenerfassung verpflichtet, die Bundesrepublik setzt das per Zensusvorbereitungsgesetz um. Der letzte Zensus war 2011. Der Zensus 2021 war pandemiebedingt um ein Jahr verschoben worden.

Koordiniert wird die Datenerhebung vom Statistischen Bundesamt, den Statistischen Landesämtern und den Statistikämtern der Städte und Kommunen. Viele Daten sind im Melderegister vorhanden. Beim Zensus werden die Daten durch Befragungen stichprobenartig überprüft – und durch Angaben etwa zu Bildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit erweitert.

Rund 70 000 werden befragt

So kann eine Stadt wie Frankfurt unter anderem herausfinden, ob es genug Wohnraum, Kindergärten, Schulen und Altersheime gibt und wie sich die Mieten entwickelt haben.

In Frankfurt werden rund 70 000 Bürgerinnen und Bürger zur Auskunft aufgefordert. Wer angeschrieben wird, ist zur Teilnahme verpflichtet. Erhoben werden die Daten von Mai bis August 2022. Die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger können ihre Antworten online mitteilen, unter www.umfragen.frankfurt.de, sobald die Umfrage im Mai freigeschaltet wird, oder an sogenannte Erhebungsbeauftragte weitergeben. Bundesweit nehmen etwa zehn Prozent der Bevölkerung an den kurzen Interviews durch Erhebungsbeauftragte teil.

Wer erhebungsbeauftragt sein möchte, kann sich bei der Stadt Frankfurt bewerben. Gesucht werden etwa 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es winkt ein Verdienst von etwa 1300 Euro. Wer mitmacht, führt etwa 150 Befragungen vor Ort durch und übermittelt die Daten. Ein eintägiger Lehrgang zwischen Ende März bis Ende April stimmt auf die Aufgabe ein.

„Die Durchführung des Zensus ist etwas Besonderes“, sagt die zuständige IT-Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt). „Deshalb freue ich mich über tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung.“

Die Ergebnisse des Zensus seien die Grundlage dafür, wie viel Geld Städte und Kommunen in Zukunft durch den Länder- und den kommunalen Finanzausgleich sowie durch EU-Fördermittel zugewiesen bekommen, teilt das IT-Dezernat mit. Auch die Einteilung der Wahlkreise und die Stimmenverteilung im Bundesrat orientierten sich an der ermittelten Einwohnerzahl.

Infos zur Bewerbung als Erhebungsbeauftragter oder -beauftragte finden sich auf der Website www.frankfurt.de, dann nach „Zensus“ suchen.

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