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Europafahne

Proteste in Frankfurt

Großdemo „ein Europa für alle“: 15000 Demonstranten erwartet

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Die Großdemo „Ein Europa für alle“ beginnt auf dem Opernplatz. 15.000 Demonstranten werden erwartet. Der Verkehr in der Innenstadt wird behindert.

Wegen mehrerer Demonstrationen sind am Sonntag in Frankfurt zahlreiche Straßen gesperrt; Autos, Straßenbahnen und Busse müssen Umwege fahren. Allein zur Großdemonstration unter dem Titel „Ein Europa für alle - Deine Stimme gegen Nationalismus“ erwartet die Polizei bis zu 15 000 Teilnehmer. Die Demo beginnt um 11.45 Uhr am Opernplatz.

Organisiert wird sie von einem breiten Bündnis, zu dem der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB, Pro Asyl, Attac, Damigra, der Dachverband von Migrantinnenorganisationen, die Naturfreunde-Jugend Hessen und der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen gehören.

Weitere Demonstrationen für „Ein Europa für alle“ finden am Sonntag in sieben deutschen und elf europäischen Städten statt. Insgesamt werden mehrere Zehntausend Menschen erwartet. Die Veranstalter rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bei der Europawahl am 26. Mai wählen zu gehen, damit Europa nicht weiter nach rechts rückt.

Im Aufruf heißt es: „Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu stoppen. Wir halten dagegen, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht, Hass und Ressentiments gegen Flüchtlinge und Minderheiten geschürt werden.“ Weiter heißt es: „Wir lassen nicht zu, wenn Rechtsstaat und unabhängige Gerichte angegriffen, Menschen- und Freiheitsrechte eingeschränkt werden und das Asylrecht abgeschafft werden soll.“

Am Sonntag ziehen die Teilnehmer der Demo „Ein Europa für alle“ durch die Innenstadt.

Das Grußwort auf dem Opernplatz spricht Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gegen 12 Uhr. Eine weitere Demonstration unter dem Motto „Unser Europa retten“ beginnt am Sonntag um 11.15 Uhr mit einer Kundgebung am Kaisersack. Dann ziehen die Teilnehmer zum Opernplatz, um sich der Großdemonstration anzuschließen. Auf dem Opernplatz sind Auftritte der Reggae-Band Berlin Boom Orchestra und der R&B-Sängerin Rola geplant. Die Demonstranten ziehen anschließend durch die Innenstadt.

Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt erwartet

Außerdem geht am Sonntag ab 14.30 Uhr ein Schweigemarsch unter dem Titel „Der Genozid an den Pontos-Griechen“ durch die Stadt, von der Georgioskirche im Grüneburgpark zum Römerberg. Die Polizei erwartet 700 Teilnehmer. Erinnert wird an die Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich in der Zeit von 1914 bis 1923. Wegen der Demos fahren die Straßenbahnen der Linien 11, 12 14, 18 und die Buslinie 36 am Sonntag nicht wie gewohnt, teilte Traffiq mit. Die Polizei rät Autofahrern, die Innenstadt zu meiden.

Am Samstag veranstaltet das Bündnis Die Vielen in Frankfurt einen Aktionstag gegen Rassismus, im Haus am Dom sowie auf dem Paulsplatz, ab 10 Uhr. Ab 14 Uhr lädt die Diakonie Hessen auf dem Paulsplatz zu einer Europa-Kundgebung ein. Die Gewerkschaft Verdi ruft im Rahmen der Tarifverhandlungen des Einzelhandels für Samstag zu einem hessenweiten Streik- und Aktionstag in Frankfurt auf, ab 11 Uhr am Gewerkschaftshaus in der Wilhelm-Leuschner-Straße.

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