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Statue der Gebrüder Grimm in Hanau.

GrimmsMärchenReich in Schlosss Philippsruhe

Brüder-Grimm-Museum in Hanau öffnet in Kürze

Die Brüder Grimm bekommen in ihrer Geburtsstadt Hanau ein eigenes Museum. Doch Besucher sollen nicht nur etwas über die Märchensammler Jacob und Wilhelm lernen.

Erste Einblicke in ihr neues Brüder-Grimm-Museum hat die Stadt Hanau am Montag in Schloss Philippsruhe gewährt. GrimmsMärchenReich öffnet am 13. April für geladene Gäste und am Folgetag für die Öffentlichkeit, wie die Stadt am Montag mitteilte. Groß gefeiert wird das neue Kultur- und Bildungsangebot über die in Hanau geborenen weltberühmten Märchensammler dann etwas später an einem kompletten Wochenende: am 4. und 5. Mai wird ein Märchenfest rund um das Barockschloss veranstaltet. Die Hanauer Märchenbotschafterin und Schauspielerin Marie-Luise Marjan („Lindenstraße“, ARD) wird kommen.

Das Familien- und Kindermuseum für Besucher ab vier Jahren erstreckt sich auf 340 Quadratmetern im ersten Obergeschoss des Schlosses. Zusätzlich entstehen auf 105 Quadratmetern im ersten Stock und im Erdgeschoss drei neue museumspädagogische Räume, die vielfältig genutzt werden sollen. Die Kosten für das Brüder-Grimm-Museum wurden nach Angaben der Stadt auf 2,1 Millionen Euro veranschlagt, allein für Sanierung und Umbau der Räume rund 1,6 Millionen Euro. 410 000 Euro flossen zudem in die Ausstattung und die Museumspädagogischen Räume.

Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sagte: „Mit dem neuen GrimmsMärchenReich schaffen wir eine einmalige Attraktion im Rhein-Main-Gebiet, die ihresgleichen sucht, nämlich das erste Brüder-Grimm-Museum in Deutschland für die junge Generation.“ Die kleinen und großen Besucher sollen zu Märchenwanderern werden und spannende Geschichten aus der Kindheit und dem Leben der Brüder erfahren, wie die Stadt ankündigte.

Zielgruppe für das Brüder-Grimm-Museum sind Kindergarten- und Grundschulkinder

Die Zielgruppe für das Museum seien Kindergarten- und Grundschulkinder, aber auch Erwachsene könnten etwas lernen. Die Besucher sollen zu Märchenwanderern werden und spannende Geschichte aus der Kindheit und dem Leben der Brüder erfahren, wie die Stadt ankündigte. Besucher können sich durch sieben Märchenwelten begeben, die zu Interaktion und Kreativität anregen sollen.

Doch es geht nicht nur um die Märchensammler und Germanisten Jacob (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) sowie ihren Malerbruder Ludwig Emil Grimm (1790-1863). Auch über die Brüder Carl Friedrich und Ferdinand Philipp gibt es etwas zu erfahren. In der Ausstellung entdecken die Besucher das Hanau des ausgehenden 18. Jahrhunderts, kehren in die gute Stube der Grimms ein und lernen die Familie, ihre Arbeitsweisen, ihre Werke und Weggenossen kennen.

Martin Hoppe, der Hanauer Fachbereichsleiter für Kultur, sagte, er freue sich, dass Prof. Dr. Heiner Boehncke als Mitwirkender die „neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die bisher wenig bekannten Brüder Carl Friedrich und Ferdinand Philipp Grimm“ präsentiere. „Das ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal, das uns deutlich von anderen Museen, die sich mit dem Thema „Brüder Grimm“ beschäftigen unterscheidet und ganz neue historische Einblicke geben wird“, sagte Kaminsky.

Damit das Museum auch die Zielgruppe richtig anspricht, haben die Städtischen Museen mit dem Kinder- und Jugendbüro ein eigenes Kinder-Komitee für das Märchen-Reich gegründet. Das rund 30-köpfige Komitee habe die Konzeption und Gestaltung des Museums unter die Lupe genommen und berate die Macher fortlaufend. (dpa)

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