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Wohnen am Bahnhof Griesheim

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Von: Fabian Böker

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Der Bahnhof Griesheim wird umgestaltet
Der Bahnhof Griesheim wird umgestaltet © Maik Reuß

Die Baugenehmigung für die Umgestaltung liegt vor. Es sollen 26 Wohnungen, Arztpraxen und Gewerbeflächen entstehen. 2024 soll alles fertig sein.

Bei der geplanten Bebauung des Bahnhofs Griesheim ist eine wichtige Hürde genommen worden: Die Baugnehmigung der Stadt ist da. Neben 26 Wohnungen und Arztpraxen sollen in das ehemalige Bahnhofsgebäude und in die Flächen links und rechts davon Gewerbetreibende einziehen. Der Bürgerverein Griesheim will die Suche nach Interessenten nun intensivieren.

Der Verein ist eng mit dem Bauvorhaben verbunden, denn Bauherr Francesco Parrinello ist seit Anfang an Mitglied. „Und da wir sehr an der Weiterentwicklung unseres Stadtteils interessiert sind, hat die Umwandlung des Bahnhofgebäudes einen hohen Stellenwert für uns“, erläutert Marita Seifarth, Vorsitzende des Bürgervereins.

Diese Umwandlung des bislang recht tristen Gebäudes, gelegen zwischen Brachflächen und vor einer sanierungsbedürftigen S-Bahn-Station, soll so aussehen, dass dort 26 Wohnungen in drei Baukörpern entstehen sollen, in Größen zwischen 35 und 85 Quadratmetern, mit ein, zwei oder drei Zimmern, alle mit Terrasse oder Balkon. Zudem soll eine Tiefgarage für Autos und Fahrräder entstehen. In dieser sind auch Ladestationen für E-Fahrzeuge geplant, die aus einer Solaranlage auf dem Dach gespeist werden sollen.

Neben den Wohnungen sollen die neu entstehenden Gebäude, die sich in ihrer Höhe der Umgebung anpassen, im westlichen Teil auch zwei Arztpraxen enthalten. „Die Lage dafür ist ideal“, findet Marita Seifarth, „mitten im Stadtteil, an der Autogenstraße, die Leute müssen dann nicht mehr weit fahren.“ Zwei Interessenten dafür habe es vor zwei Jahren auch bereits gegeben, sagt der Bauherr. Doch wegen der langen Wartezeit hätten sie abgesagt. Nun suche er weiter, sagt Parrinello, der vor allem mit der Lage am Bahnhof und der Barrierefreiheit im Erdgeschoss punkten will.

Schließlich soll es in allen drei Baukörpern auch Gewerbe geben. Die derzeit schon im Hauptgebäude untergebrachten Läden kehren nach der Fertigstellung wieder zurück; dazu zählen ein Café, eine Shisha-Bar und ein Internetcafé.

Für die zwei Flächen auf der Ostseite und eine dritte auf der Westseite läuft derzeit die Suche. Sowohl der Bauherr als auch der Bürgerverein könnten sich ein Café, einen italienischen Feinkostladen oder einen Metzger vorstellen. Letztere Idee hält Marita Seifarth vom Griesheimer Bürgerverein nach Rücksprache mit der Wirtschaftsförderung aber für unwahrscheinlich. „Vielleicht könnte aber ein Metzger, der anderswo einen Laden hat, eine Verkaufsstelle einrichten“, hofft sie.

Parrinello geht davon aus, dass in etwa vier Monaten mit den Arbeiten am Westteil begonnen werden kann. Dort entsteht die Tiefgarage. Im Sommer oder Herbst 2024 soll dann im Idealfall alles fertig sein. Von den Wohnungen ist noch keine vermietet. „Wir wollen erst einmal anfangen.“ Anfragen habe er aber schon mehr als genug.

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