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Ruhe in Frankfurt-Griesheim

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Nach der Randale an Karfreitag gab es zahlreiche Gespräche. Vergleiche mit den Ausschreitungen in Stuttgart machen eine SPD-Stadtverordnete stinksauer.

Nach der Randale in der Griesheimer Ahornstraße Mitte April hat sich die Situation im Stadtteil deutlich entspannt. Treffen zwischen Bewohnern, Präventionsrat, Jugendclub, Ortsbeirat und anderen Institutionen hätten positive Ergebnisse gebracht, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung.

Am Karfreitag war in der Ahornstraße eine Polizeikontrolle eskaliert. Beamte wollten überprüfen, ob sich Jugendliche an die Vorgaben in der Corona-Pandemie hielten. Die Polizisten wurden massiv angegriffen, auch eine Hantelscheibe flog in Richtung der Beamten.

Die Situation in Griesheim sei während des Corona-Lockdowns angespannt gewesen, sagte Birkenfeld. Gerade ältere Jugendliche hätten über Perspektivlosigkeit geklagt. Mittlerweile gebe es Gespräche über weitere Treffpunkte für die Jugendlichen – etwa ein Café, das an einem Kiosk eingerichtet werden könnte. „Dafür können Sie gerne noch mehr Geld im Haushalt einstellen“, sagte Birkenfeld zu den Stadtverordneten.

Christiane Schubring (CDU) sprach von „inakzeptablen Angriffen auf die Polizei“. Bei der schweren Randale in Stuttgart habe sie sich an die Ausschreitungen in Griesheim erinnert. Diesen Vergleich wies die Griesheimer Stadtverordnete Birgit Puttendörfer (SPD) entschieden zurück: „So etwas kotzt uns in Griesheim an.“

Uwe Schulz (FDP) sagte, die Polizei brauche den Rückhalt der Politik. Dieser fehle, wenn polizeifeindliche Graffiti etwa am Klapperfeld geduldet würden. Merve Ayyildiz (Linke) beklagte in der Debatte zahlreiche Fälle von Polizeigewalt.

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