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Kritik an Tunnel-Neugestaltung am Bahnhof Griesheim reißt nicht ab

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Von: Michael Forst

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Mit der geplanten Neugestaltung des Fußgängertunnels am Bahnhof Griesheim sind viele unzufrieden.
Mit der geplanten Neugestaltung des Fußgängertunnels am Bahnhof Griesheim sind viele unzufrieden. © christoph boeckheler*

Auch zwei Wochen nach der Infoveranstaltung von Stadt und Bahn gibt es Kritik an der Neugestaltung des Fußgängertunnels am Bahnhof Griesheim. Jetzt hat sich das Aktionsbündnis „Bahnhof Griesheim“ in mit einem Offenen Brief an die Verantwortlichen gewandt.

Der Unmut vieler Bürgerinnen und Bürger über Ablauf und Ergebnis des künstlerischen Wettbewerbs für die Neugestaltung des Fußgängertunnels am Bahnhof Griesheim reißt nicht ab. Zwei Wochen nach dem Infoabend von Stadt und Bahn hat das Aktionsbündnis „Bahnhof Griesheim“ jetzt einen Offenen Brief an die Verantwortlichen verschickt.

Darin wiederholen Ursula Schmidt, Erika Rech und Doris Michel-Himstedt vom Aktionsbündnis ihre Kritik, dass die ursprünglich vor Jahren vom damaligen Verkehrsdezernenten Stefan Majer (Grüne) versprochene Mitwirkung der Griesheimer Bürger:innen bei der Neugestaltung der tristen Unterführung nie eingelöst worden sei. Dass die bei der Infoveranstaltung anwesenden Vertreterinnen von Straßenbauamt und Kulturamt von dieser Zusage nichts gewusst haben wollen, werfe „kein gutes Licht auf die Verwaltung“. Das könne auch nicht dadurch beschönigt werden, dass in der Jury zwei Vertreterinnen aus dem Frankfurter Westen saßen: Ortsvorsteherin Susanne Serke (CDU) und Ursula Schmidt vom Aktionsbündnis, letztere aber ohne Stimmrecht.

Ferner erfülle der Entwurf des 1. Preisträgers ein wichtiges Kriterium der Ausschreibung nicht: den „thematischen Bezug zum Stadtteil“. So hatte der Künstler Anselm Baumann in seinem Siegerentwurf namens „Grüße aus Griesheim“ auf Symbolsprache gesetzt, bei der die von Handy-Kurznachrichten her bekannten Emojis – stilisiert als monumentale, pixelige Kachel-Formationen – eine zentrale Rolle einnehmen.

„Was haben verpixelte Emojis mit Griesheim zu tun?“, fragen die Verfasser des Protestbriefes. Und geben selbst die Antwort: „Thema verfehlt!“ Die Stadt habe schlicht ihr Wort nicht gehalten, monieren sie und fügen hinzu: „Für die Zukunft fordern wir Bürgerbeteiligung auch außerhalb der gewählten Gremien so zu ermöglichen, dass die Mitbürger/innen mit ihrem Recht auf Mitgestaltung und Mitwirkung in ihrer Stadt demokratisch Gebrauch machen können.“

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