Seit langem warten die Menschen auf den barrierefreien Umbau des Bahnhof Griesheim. 
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Seit langem warten die Menschen auf den barrierefreien Umbau des Bahnhof Griesheim. 

Griesheim

Griesheim: Viele Menschen sehnen sich nach einem barrierefreiem Bahnhof

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Griesheim verzögert sich erneut. Das teilt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) mit. Bürger und Ortsbeirat wollen jetzt ihren Druck auf die Deutsche Bahn erhöhen.

Es brodelt im Stadtteil. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling brachte beim Neujahrsempfang der SPD Ende Januar schlechte Kunde: Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs verzögert sich. Mal wieder. Das Aktionsbündnis „Bahnhof Griesheim“ hat genau das befürchtet und schon am 19. Januar bei der Bahn nachgehakt. „Bis heute haben wir keine Antwort erhalten“, ärgert sich Sprecherin Ursula Schmidt.

Eigentlich habe die Bahn versprochen, das Aktionsbündnis stets informiert zu halten. Das fordern Schmidt und Mitstreiter nun vehement ein. Sie wollen auch mit der Behörde „Eisenbahn Aufsichtsamt“ in Kontakt treten. Auch der Ortsbeirat 6 will nachhaken. In der Sitzung Mitte Februar steht ein entsprechender Antrag der Grünen auf der Tagesordnung. Die Fraktion fragt nach, wie es nun weitergehen soll mit der Station und wie die Bahn mit der Stadt kommuniziere. Und natürlich, ob die Stadt nicht mal Druck machen könnte.

Die Menschen in Griesheim seien sehr verärgert, haben die Grünen beobachtet. „Die Unterführung stellt ein für mobilitätseingeschränkte Menschen fast unüberwindbares Hindernis dar“, argumentiert die Partei. Der Bahnhof sei nicht behindertengerecht und schließe eine erhebliche Anzahl von Menschen von der Möglichkeit aus, in Griesheim die S-Bahn zu nutzen.

ICE-Crash torpediert Pläne

Die Planung für den Umbau zieht sich bereits seit zehn Jahren hin. Verschiedene Ideen hat die Bahn vorgestellt, letztlich ist immer etwas dazwischen gekommen. Die jüngste Variante musste die Bahn verwerfen, als im Februar 2017 ein ICE auf den Bahnsteig krachte. Just dort, wo die Bahn eigentlich einen neuen Aufzug bauen wollte.

Das Eisenbahnbundesamt hielt das hernach für zu gefährlich und verfügte wieder von vorne planen. Auf das Ergebnis wartet der Stadtteil. „Sehnlich“, wie Thomas Schlimme von den Grünen sagt. Und: „Die Griesheimer haben sehr viel Geduld und Verständnis gezeigt, aber nun ist das Maß für viele voll.“

Der Ortsbeirat 6tagt am Dienstag, 18. Februar, um 17 Uhr, in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Höchst, Bolongarostraße 110.

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