So soll der Neubau zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße aussehen.  
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So soll der Neubau zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße aussehen. 

Griesheim

Frankfurt: Nassauische Heimstätte baut in Griesheim Wohnungen

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Nassauische Heimstätte baut in Griesheim-Mitte 63 Wohnungen. Ob sie 2021 fertig werden, wie geplant, wird auch vom Fortgang der Coronakrise abhängen.

Zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße wachsen nun zwei Gebäude in die Höhe, die Platz für 63 Wohnungen bieten sollen. Bei 38 von diesen soll es sich um Sozialwohnungen handeln, die ab fünf Euro pro Quadratmeter vermietet werden, bei 15 um Wohnungen des Förderwegs 2, die je nach Einkommensstufe für 8,50, 9,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter zu haben sind. Die Nassauische Heimstätte, die das Projekt in Griesheim-Mitte stemmt, spricht von einem weiteren Baustein im Ringen um bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt.

Eigentlich sollte am Mittwochmittag feierlich der Grundstein für das Projekt „Waldschulbogen“ gelegt werden. Doch das Wohnungsunternehmen sagte die Veranstaltung wegen der Coronakrise ab. Der auch für den Bereich Wohnen zuständige Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sieht dennoch ein positives Signal. „Ein Baubeginn für ein solches Projekt ist immer eine gute Nachricht, aber in diesen Tagen ganz besonders“, sagt er. „Trotz Corona steht das Wirtschaftsleben in Hessen nicht still, sondern es wird weiter investiert.“ Die Landesregierung nutze alle Möglichkeiten, damit alle eine Wohnung zu einem angemessen Preis finden.

Das Land fördert den Bau der Sozial- und Mittelstandswohnungen mit fünf Millionen Euro, die Stadt Frankfurt mit 3,65 Millionen Euro. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) spricht von gut eingesetztem Geld. Zumal das Projekt in Verbindung mit dem Programm „Stadtumbau Griesheim-Mitte“ dazu beitrage, die Situation der angestammten Wohnbevölkerung zu verbessern und Verdrängung zu verhindern.

Die Wohnungen sollen eigentlich Ende kommenden Jahres fertig sein. Man könne allerdings nicht absehen, ob und welche Auswirkungen das Coronavirus auf die Bauzeit habe, heißt es auf Anfrage. Die Nassauische Heimstätte prüfe derzeit, wie sie mit Außenmodernisierungen und der Arbeit auf ihren Baustellen weiter verfährt.

Schon jetzt führt das Unternehmen keine Innenmodernisierungen mehr durch. Die Beschäftigten verzichten, soweit es geht, auf Mieterkontakt. Senioren, die auf Hilfe des Wohnserviceteams angewiesen sind, will die Heimstätte aber nicht im Stich lassen. Die Regional- und Servicecenter sind geschlossen, die Beschäftigten sind nur per Telefon und E-Mail zu erreichen.

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