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Der hölzerne Neubau des Sportvereins. 

Griesheim

Das Winterlager des Griesheimer Ruderclubs ist fertig

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Der Ruderclub hat sich komplett in Eigenleistung eine Trainingshalle gebaut. Zweieinhalbtausend Stunden haben die Vereinsmitglieder auf dem Bau malocht.

Rudern ist ein prima Fitness-Programm. Als eine der wenigen Sportarten wirkt es sich auf alle Hauptmuskelgruppen positiv aus und ist dazu kreislauffördernd. Zumindest von Frühling bis Herbst. Im Winter ist es ein bisschen frisch auf dem Wasser. Entsprechend motten die Ruderer ihre Boot ein und machen – ja was eigentlich?

„Also keine Ballsportarten“, sagt Gerd Volkmann, der Vorsitzende des Griesheimer Ruderclubs, und lacht. Sein Verein hat sich gerade eine Winterhalle gebaut, um auch über die dunklen Tage trainieren zu können. An Hanteln und Geräten, an Bänken für die Beinmuskulatur, an der Sprossenwand und am Ruderergometer – einem Rudergerät, das auf dem Trockenen steht. Auch Yogakurse sollen die Vereinsmitglieder besuchen können.

Das beste daran: Der Verein hat seine neue Trainingshalle komplett in Eigenleistung erbaut. „In Holzständerbauweise“, sagt Volkmann. Ein Vereinsmitglied ist Zimmermann. Der war der Bauleiter. „Die anderen seine Handlanger“, scherzt Volkmann. „Bestimmt“ 35 Leute haben mitgearbeitet, der harte Kern, der über eine längere Zeit auf der Baustelle aktiv gewesen ist, waren vier, fünf Vereinsmitglieder.

Club hat Material im Wert von 90.000 Euro verbaut

Mit dem Bagger haben sie eine Grube ausgehoben, das Fundament mit Beton gegossen, auch in Eigenleistung Dämmung, Elektrik und Beleuchtung haben sie angebracht. Etwa zweieinhalbtausend Stunden haben die Vereinsmitglieder beim Bau zusammengetragen. Dafür gab’s Zuschüsse von Stadt und Land. Anders wäre das Projekt nicht zu finanzieren. Immerhin Material im Wert von 90.000 Euro hat der Club verbaut.

„Wir wären lange vorher fertig gewesen“, sagt Volkmann allerdings und seufzt. Ein Feuer hatte die Arbeiten zwischendurch weit zurück geworfen. Unholde hatten eine benachbarte Gartenhütte in Brand gesetzt, die Flammen griffen auf die Halle über. „Zum Glück waren wir versichert“, sagt Volkmann. Geärgert hat er sich dennoch über den Verzug. Und sehr froh ist er, dass der Verein doch noch rechtzeitig zum Sommerfest am vergangenen Wochenende fertig geworden ist.

Da haben Sportkreis und befreundete Ruderclubs Grüße überbracht. Die Kinder haben sich auf der Hüpfburg ausgetobt. Im Winter toben sie dann durch die neue Halle.

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