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Griesheim tanzt! ist das Motto des Rosenmontagszug der Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Umzug in Griesheim

Alle freuen sich gleich

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Beim Umzug der Kinder- und Jugendeinrichtungen laufen Jungen und Mädchen aus aller Welt mit. Tapfer trotzen sie dem Wetter.

Vom Sturm lassen sich hartgesottene Fastnachter den Umzug am Rosenmontag nicht vermiesen. Als um 14.11 Uhr das Wetter wütet, warten sie einfach noch ein bisschen unter der Omega-Brücke an der Erzberger Straße, dem Sammelpunkt. Auf rund 200 schätzt Mitveranstalter Matthias Benker, vom Jugendclub des Internationalen Bundes (IB) die Teilnehmerzahl des „Griesheimer Fastnachtsumzuges“, der von den örtlichen Kinder- und Jugendeinrichtungen organisiert wird. Im vergangenen Jahr seien es 400 bis 500 gewesen.

Viel Aufwand gibt es bei den Griesheimern, anders als bei großen Umzügen, nicht. Auf einem Fahrrad-Anhänger, der per Hand gezogen wird, ist eine Musikanlage installiert. Schätzungsweise jeder Zweite ist verkleidet. Allerdings sind viele Kostüme unter Winterjacken auch kaum zu erkennen. Die sechsjährige Stella vom Kinderhaus Griesheim, die als „Eiskönigin Elsa“ verkleidet ist, antwortet auf die Frage, was ihr an dem Umzug gefalle: „Weil es hier so viele Menschen gibt, „tolle Musik von Hotel Transsilvanien 3“ und „super Party“.

Start ist unter der Omega-Brücke.

Nachdem der Regenschauer aufgehört hat, geht es los durch Alt-Griesheim. Die Kinder halten Beutel oder Tüten in den Händen. Eine Besonderheit am Griesheimer Umzug: Hier werfen Erwachsene vom Straßenrand Kamelle, die die vorbei laufenden Mädchen und Jungen einsammeln.

Das ist natürlich das Highlight für die meisten jungen Teilnehmer, so wie für Naveen, als „Gamemaster“ kostümiert und Ibrahim, der als „Captain America“ einen Superhelden verkörpert. „Dass immer Bonbons geschmissen werden“, findet der neunjährige Naveen super. Die Tüte in seiner Hand ist schon gut gefüllt. Nur, dass viel geschubst werde, gefällt seinem ein Jahr jüngeren Kumpel weniger, sagt Ibrahim.

Sinika Romisch, die im Eisbären-Kostüm mit ihren beiden Söhnen mitläuft, sagt: „Wir gehen morgen auch nach Heddernheim, aber die Kinder finden den kleinen Umzug super.“ „Persönlicher“ und „wie unter Freunden, ohne das ganze Tamtam“ sei der Umzug in Griesheim. Brahim Mouinti, der als Arzt verkleidet Süßigkeiten wirft, betont, dass „mehrere Kulturen zusammen treffen und als Eins feiern“. Zwei bis drei Kilogramm Süßes habe der Sozialarbeiter des IB unter das Volk gebracht, berichtet er.

Das Wetter ist grimmig.

Wegen der Süßigkeiten findet auch die zehnjährige Meily den Umzug toll. Ebenfalls gefällt ihr: „Dass sich alle mit Phantasie verkleidet haben und verschieden aussehen“, freut das Mädchen, das in den Hort des Kinder- und Familienzentrums geht. Sie hat sich in einen Engel mit weißen Flügeln verwandelt. Die Musik und die Abschlussfeier im Saalbau, wo der Zug endet, seien auch Pluspunkte.

Einzig das Wetter macht Meily zu schaffen: „Heute gefällt es mir nicht so, weil ein schlechter Regentag ist“. Ehe sie wind- und wettergeschützt weiter feiern können und zum Abschluss das schönste Kostüm des Tages gekürt wird, erwischt die Zugteilnehmer auf dem Weg in den Saalbau dann noch ein Schauer.

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