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Zur öffnung des neuen Stadtteilbüros „Eiche 13“ in der Eichenstraße war für Anwohner der rote Teppich ausgerollt.

Griesheim

Griesheim: In der Eiche den Stadtteil entwickeln

Bürger in Griesheim können jetzt auch in der Eichenstraße ihre Ideen für das Viertel einbringen. Das neue Stadtteilbüro „Eiche 13“ ist die zweite Anlaufstelle für die Griesheimer. Es bietet mehr Platz als das Nachbarschaftsbüro in der Waldstraße.

Seit rund einer Woche strahlt der Flachdachbau in der Eichenstraße 13 auffällig in hellen und dunklen Grüntönen. Stadtteilbewohner hatten in den Herbstferien unter Anleitung der Künstlerin Thekra Jaziri das kastenförmige, kleine Gebäude mit der Wellblech-Fassade angesprüht. Künftig soll es als Stadtteilbüro unter dem Titel „Eiche 13“, oder kürzer „Eiche“, mit Leben gefüllt werden. Bei der Eröffnung am Montagabend hängen Fotos an den Wänden im Innern des Gebäudes, die viele junge und alte Helfer mit Sprühdosen bei der Arbeit zeigen.

Zahlreiche Anwohner sind gekommen, tummeln sich auf dem roten Teppich, der zur Eröffnung des Stadtteilbüros über den Bordstein vor dem Haus ausgerollt liegt. Sie schauen sich in den beiden neuen Quartiersräumen um, zu denen auch eine Küche und Toiletten gibt, die noch eingerichtet werden müssen.

Genutzt werden soll das niedrige Gebäude zunächst als Versammlungsort für das Gremium „Lokale Partnerschaft“, das sich im Rahmen des „Stadtumbaus Griesheim-Mitte“ gegründet hat. Dort beraten Vertreter von Institutionen, wie Ämtern und Ortsbeirat, mit Bürgern über die Zukunft Griesheims, etwa über bessere Wegeverbindungen und mehr Grünflächen. Vor rund drei Jahren war das Quartier in das Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen worden, aus dem 6000 bis 7000 Euro für die Renovierung der Eiche stammen.

„Wir sind froh, dass wir hier eine Heimstätte gefunden haben“, sagt Dietmar Mükusch von der Lokalen Partnerschaft. „Wir hatten bisher kein Domizil und mussten vom Vereinsheim der Turnerschaft bis zum Kai-Gärtner-Haus wandern“, schildert der 67-Jährige. Die Treffen des Gremiums sind öffentlich, wer möchte, könne einfach vorbeischauen.

sollen die Räume auch vom Stadtplanungsamt genutzt werden. Betrieben wird das Gebäude von einem Team des „Stadtumbaus Griesheim-Mitte“ sowie vom Quartiersmanagement des Internationalen Bundes.

Zwar gibt es einige hundert Meter entfernt, auf der Waldschulstraße, mit dem Nachbarschaftsbüro „Wald“ bereits eine Anlaufstelle. „Das Büro in der Waldschulstraße ist ein niedrigschwelliger Anlaufpunkt in zentraler Lage“, erläutert Quartiersmanager Maximilian Förtner. Es sei jedoch ein kleines Büro. Für Veranstaltungen hätte man bisher auf das Kinder-Familienzentrum (KiFaZ) oder die Georg-August-Zinn-Schule ausweichen müssen.

Mit der „Eiche 13“ gebe es nun auch eigene Veranstaltungsräume. Das Gebäude in der etwas abgelegeneren Eichenstraße würde sich gut für Sitzungen und Projekte eignen. Der 31-Jährige kann sich gut vorstellen, dort auch Ausstellungen zu organisieren, die Räume der Künstlergruppe „Werkstatt Waldschulstraße“ oder einer Seniorengruppe anzubieten. Allerdings ist das Gebäude nicht barrierefrei. Das ist auch Anwohnerin Iris Nottebaum aufgefallen, die neugierig war und sich am Montag das neue Stadtteilbüro anschaut. „Die Treppe ist für Gehbehinderte nicht so angenehm“, findet die 72-Jährige. Sonst seien die weiß gestrichenen Räume „sehr angenehm, schön hell, mit genug Platz für Veranstaltungen“, lobt sie.

Klaus-Peter Kemper von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung, sagt: „Für Veranstaltungen werden wir auf jeden Fall eine Rampe anbringen“. Er spricht von einem „Werkstatt-Charakter“ des insgesamt rund 90 Quadratmeter großen Geländes, auf dem der Stadtteilumbau vorangetrieben werden soll.

Weitere Informationen auch zu Treffen der Gruppe Lokale Partnerschaft im Internet unter www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/stadtumbau_griesheim_mitte.

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