Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beeindruckende Fotos und Informationen gibt es vor und auf der „Beluga II“.
+
Beeindruckende Fotos und Informationen gibt es vor und auf der „Beluga II“.

Frankfurt

Greenpeace macht in Frankfurt fest

Auf der „Beluga II“ informiert Greenpeace über Rüstungsmessen und -exporte. Frankfurt ist eine von 13 Stationen auf der Flusstour durch Deutschland.

Grau in Grau: Der Mann auf dem Bild trägt einen schimmernden Anzug, sein Haar liegt glatt am Kopf. Er steht auf einem Teppich, mit der rechten Hand greift er zu einer von etlichen an der Wand befestigten Waffen. Die vom Künstler Nikita Teryoshin fotografierte Szene von einer Rüstungsmesse in den USA wirkt fast schon belanglos. Bedeutend ist, was nicht gezeigt wird: Leid und Sterben, die von einer wohlhabenden Industrie geschickt kaschiert werden. „Teryoshin will auf abstrakte Art und Weise zeigen, wie verquer diese Welt ist“, sagt Caspar Klimmeck von Greenpeace. Die Organisation tourt mit einem Auszug der Ausstellung „Nothing Personal – The Back Office of War“ derzeit durch ganz Deutschland, um auf Rüstungsexporte an Drittstaaten aufmerksam zu machen und für Abrüstung einzustehen.

Zwar werden die Fotografien selbst an Land ausgestellt, doch sie sind Teil einer Flusstour von Greenpeace. Der Zweimaster „Beluga II“ startete Ende Mai von Hamburg aus, um voraussichtlich Ende August nach insgesamt dreizehn Stationen in Berlin festzumachen. Klimmeck ist seit dem Beginn der Tour mit einer zweiköpfigen Crew an Bord und kümmert sich um die Vernetzung mit den Ehrenamtlichen von Greenpeace vor Ort. „Es ging schleppend los“, sagt er – doch seitdem die Corona-Auflagen den Besuch des Schiffs wieder zuließen, sei das Interesse von Passant:innen deutlich größer.

„Aktuell gehen mehr als die Hälfte der Rüstungsexporte in Drittländer“, sagt Sylvia Kucera. Als eine der Ehrenamtlichen führt sie Interessierte über das Schiff und informiert über Rüstungsexporte. In Ländern außerhalb der EU, der Nato und Nato-gleichgestellter Staaten verursachten sie oft „unendliches Leid“. Greenpeace fordert daher ein striktes Rüstungsexportkontrollgesetz.

Die „Beluga II“ liegt noch bis Sonntag am Nizza. Eine Führung über das Schiff dauere inklusive eines kurzen Films etwa 15 bis 30 Minuten, so Klimmeck. Maximal sechs Leute können zusammen das Schiff begehen – dafür muss jeder Teilnehmende geimpft, getestet oder genesen sein und vor Ort ein Kontaktformular ausfüllen.

Entrüstung Jetzt - über den weltweiten Waffenhandel. Führungen von 10-13 und 14-18 Uhr. Kostenfreier Eintritt. (LAURA ROBAN)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare