Justiz

Goldbarren im Koffer

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Die Gerichtskasse profitiert von der Geldwäsche eines  in der Schweiz lebenden Deutschen.

Die krummen Geschäfte eines in der Schweiz lebenden Deutschen haben nun der Frankfurter Gerichtskasse einen unerwarteten Geldsegen beschert. Der Mann war im September 2015 am Frankfurter Flughafen geschnappt worden. In seinem Gepäck hatte er zwölf Goldbarren, die in der Innenhülle des Koffers versteckt waren.

Das Amtsgericht Frankfurt gelangte nach den Ermittlungen der Finanzermittlungsgruppe von Zoll und Polizei im Sommer 2018 zu der Erkenntnis, dass die Goldbarren aus einem Geldwäschegeschäft stammen müssten. Die Richter stellten ein „grobes Missverhältnis“ zwischen dem Wert der Goldbarren und den rechtmäßigen Einkünften des Betroffenen fest. Auch ließ das Transportversteck nur die Schlussfolgerung des versuchten Schmuggels zu.

Die schwerwiegende Straftat der Geldwäsche selbst konnte die Justiz nicht mehr verfolgen; dank eines im Sommer 2017 erlassenen Gesetzes durften die Gegenstände, die aus der offensichtlichen Straftat stammen, aber eingezogen werden. Die Verwertungsstelle des Zolls veräußerte die Goldbarren daraufhin im Mai 2019. Daraus habe sich ein Erlös von 437 000 Euro ergeben, wie das Zollfahndungsamt am Donnerstag mitteilte. Das Geld überwies der Zoll nun an die Frankfurter Gerichtskasse.

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