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Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) mit Kette, Bettina von Bethmann wartet auf die Plakette.
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Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) mit Kette, Bettina von Bethmann wartet auf die Plakette.

Auszeichnung

Goetheplakette für Obdachlosen-Helferin

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Bettina Freifrau von Bethmann bekommt die prestigeträchtige Goetheplakette für ihr soziales Wirken.

Bethmann. Der Name ist stadtbekannt. Den Bethmannpark kennt jedes Kind, vielleicht auch die Bethmannschule oder die Bethmannstraße. Die Bethmann-Bank hatte die Bankiers-Familie im 18. Jahrhundert begründet.

Dass der Louisapark in Sachsenhausen an Louise von Bethmann erinnert, zählt nicht unbedingt zum Allgemeinwissen. Dafür sind Bethmännchen jedermann ein Begriff. Die soll der Küchenchef der Familie erfunden haben. Aber wer kennt Lazarus?

Bettina Freifrau von Bethmann, geborene Roemer, hat die Lazarus-Wohnsitzlosenhilfe vor mehr als 20 Jahren gegründet und unzähligen Bedürftigen eine warmes Mahlzeit, Medizin und ein Dach über dem Kopf organisiert. Unter anderem dafür ist der Philantrophin am Donnerstag im Kaisersaal des Frankfurter Römers die Goetheplakette verliehen worden. Wie zu Lebzeiten ihrem Mann, dem Bankier und Publizisten Johann Philipp Freiherr von Bethmann.

In den 1950ern kam die junge Frau aus evangelischer Familie nach Frankfurt. Gelernte Industriedolmetscherin für Englisch, ließ sie sich zur Balletttänzerin ausbilden. Sie arbeite mit dem Schauspieler Otto Sander oder dem Regisseur Hans Neuenfels zusammen, stand auf Bühnen in Heidelberg, Kassel, Darmstadt. Als sie 1984 Johann Philipp von Bethmann heiratete, stiftete er den nach ihm benannten Studienpreis zur Förderung von Forschung über Stadtgeschichte.

Ehrenamtlich ist Bettina von Bethmann im Vorstand der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte aktiv, im Kuratorium des Palmengartens, im Beirat der Bildungsstätte Anne Frank. Sie war jahrelang im Vorstand der evangelischen Maria-Magdalena-Gemeinde. Das Bundesverdienstkreuz erhielt sie 2010; das hatte auch ihr Mann zuvor bekommen.

„Wir verneigen uns vor Ihnen und gratulieren“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Die Goetheplakette würdige Bethmanns soziales, kulturelles und pädagogisches Schaffen. „Aus ehrenamtlichem Engagement haben sie all das auf die Beine gestellt“, lobte er. Zwei Jahrzehnte lang habe sie sich für Menschen am Rande der Gesellschaft eingesetzt, sagte Stadtrat Bernd Heidenreich (CDU) in seiner Laudatio. Barmherzigkeit und Nächstenliebe seien Motive gewesen. „Meine Motivation war, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und Brücken zu bauen“, sagte die Preisträgerin, und ergänzte, bewegt: „Ich muss nur noch zu der Person werden, die sie gerade beschrieben haben.“

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