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„Überfälliger Schritt“: Goethe-Universität Frankfurt erleichtert Änderungen bei Geschlechtseintrag

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Von: Florian Dörr

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Hinter dem ehemaligen IG-Farben-Haus ist ein schmucker Campus gewachsen.
Mit der Änderung an der Uni Frankfurt sollen „diskriminierende Situationen wie unter anderem Zwangsoutings“ der Vergangenheit angehören. (Symbolbild) © Renate Hoyer

Die Goethe-Universität Frankfurt macht es Studierenden leichter, ihren Geschlechtseintrag an der Hochschule zu ändern. Die Rosa*Liste hatte dies seit Jahren gefordert.

Frankfurt - Die Goethe-Universität in Frankfurt hat das Verfahren zur Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags für Studierende erleichtert. Insbesondere trans*, inter* und non-binäre Personen können davon profitieren. Von einem „niederschwelligen und unkomplizierten“ Angebot ist bei der Uni die Rede.

Die Rosa*Liste zeigt sich erleichtert. Zur Erinnerung: Die queere Hochschulgruppe hatte die nun vollzogene Änderung - mit Unterstützung des Autonomen Queer-Referats - bereits seit ihrer Gründung 2019 gefordert. Gönni Christian Landsmann sprach stellvertretend von einem „seit langem überfälligen Schritt“ und sprach die Hoffnung aus, dass „diskriminierende Situationen wie unter anderem Zwangsoutings“ damit der Vergangenheit angehören. Gleichzeit stellt das einfachere Verfahren für die Rosa*Liste der Goethe-Universität Frankfurt aber nur einen ersten Schritt für eine inklusivere und diversitätsgerechtere Hochschule dar.

Goethe-Universität Frankfurt: DGTI-Ergänzungsausweis reicht zur Namensänderung

Um ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag an der Goethe-Universität Frankfurt zu ändern, müssen trans*, inter* und non-binäre Studierende nun nur noch den Ergänzungsausweis der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (DGTI) vorlegen und ein Formular ausfüllen. Bis zuletzt war darüber hinaus ein eingereichter Antrag auf amtliche Namensänderung beim Amtsgericht Voraussetzung.

Namens- und Geschlechtseintrag ändern: Uni Frankfurt kommt Forderung von Rosa*Liste nach

War die Änderung des Namens- und des Geschlechtseintrags bis jetzt nur in allen hochschulinternen Dokumenten und Kommunikationen möglich, werden von nun an auch Abschlusszeugnisse und Urkunden auf den selbst bestimmten Vornamen und das selbst bestimmte Geschlecht ausgestellt.

Nach Präsident Enrico Schleiff ist damit ein wichtiger Schritt hin zur Gleichbehandlung an der Uni Frankfurt gegangen worden. Mit dem niederschwelligen Angebot, den Vornamen und den Geschlechtseintrag ändern zu können, setze sich die Goethe-Universität für Chancengerechtigkeit und geschlechtliche Selbstbestimmung ein und positioniere sich klar und unmissverständlich gegen Diskriminierung von trans*, inter* und non-binäre Personen. „Die geschlechtliche Vielfalt der Gesellschaft spiegelt sich auch an der Goethe-Universität wieder“, heißt es bei der Hochschule. (fd)

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