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Die Mädchenstatue für den Frieden“ – eine Skulptur des südkoreanischen Künstlerpaars Seo Kyung und Eun Sung Kim – steht bis 16.Juli im Foyer des PEG-Gebäudes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

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Goethe-Uni: Skulptur erinnert an Opfer japanischer Armeebordelle

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Mädchen und Frauen werden vor und während des Zweiten Weltkriegs in japanischen Armeebordellen festgehalten, vergewaltigt und geschlagen. Jetzt erinnert eine Skulptur an die Taten.

Hunderttausende Mädchen und Frauen werden vor und während des Zweiten Weltkriegs in japanischen Armeebordellen festgehalten, vergewaltigt und geschlagen. „Trostfrauen“ wurden die Zwangsprostituierten verharmlosend genannt. Die Frauen stammten aus 17 Ländern, die meisten aus Korea. Die Orte der Verbrechen, die es im gesamten Asien–Pazifik–Raum gab, hießen „Ianso“ (dt. „Trosthaus“).

75 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über die Achsenmächte wurde Anfang der Woche die „Mädchenstatue für den Frieden“ – eine Skulptur des südkoreanischen Künstlerpaars Seo Kyung und Eun Sung Kim – im Foyer des PEG-Gebäudes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ausgestellt. Gleiche Exemplare der Skulptur stehen nicht nur im Ursprungsland, sondern auch in den USA, China, Kanada und Australien.

Die Vernissage zu dieser Ausstellung beginnt am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr im Foyer des PEG-Gebäudes. Die Skulptur ist bis zum 16. Juli zu den Öffnungszeiten des PEG-Gebäudes öffentlich zugänglich. „Gerade die Goethe-Universität muss als Bildungsstätte am historisch äußerst belasteten IG-Farben-Campus einer kritischen historischen und aktuellen Reflexion gesellschaftlicher Spannungen und Konflikte nachgehen und 75 Jahre nach der Niederlage des Nationalsozialismus auch über die Gräuel dessen Verbündeten Japan aufklären“, sagt die Asta-Vorsitzende Kyra Beninga.

Seit September habe sie mit dem Verein Punggyeong-Weltkulturen die Ausstellung organisiert. Bei der Vernissage am heutigen Mittwoch wird so auch der Vorsitzende des Vereins Eun Hi Yi sprechen. Aber auch Benjamin Ortmeyer, der ehemalige Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik, Joachim Valentin (Direktor am Haus am Dom) und Tobias Freimüller (stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts) haben sich als Redner angekündigt.

Am 14. August 1991 hatte Kim Hak Soon, ein inzwischen verstorbenes Opfer der Sexsklaverei, erstmals über ihre Erfahrung als „Trostfrau“ berichtet.

Seit 2018 gilt der 14. August in Südkorea als nationaler Gedenktag für die Trostfrauen.

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