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Der Westend-Campus der Goethe-Uni.

Egbert Jahn

Goethe-Uni in Frankfurt verteidigt Löschung von Profil

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An der Goethe-Uni in Frankfurt gibt es Streit über den Umgang mit dem Politikwissenschaftler Egbert Jahn.

Der hessische Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat die Goethe-Uni für ihren Umgang mit dem Politikwissenschaftler Egbert Jahn kritisiert. Landesvorsitzender Marius Hegmann nannte das Vorgehen der Hochschule „inakzeptabel“. „Die Freiheit von Forschung und Lehre scheint hier nichts mehr wert zu sein“ sagte Hegmann. Die Ereignisse um Jahn erinnerten ihn an die Absage eines Vortrags von Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ende 2017. „Man fühlt sich als Student mit einer von der linken Toleranzpolizei abweichenden Meinung an der Frankfurter Universität nicht mehr sicher.“

In den vergangenen Tagen war eine Debatte entbrannt, weil Jahns Profil auf der Homepage des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften gelöscht worden war. Jahn ist emeritierter Professor der Universität Mannheim und war von 2009 bis zum Sommersemester 2017 Lehrbeauftragter des Fachbereichs gewesen. Seitdem lehrt er im Rahmen der „Universität des Dritten Lebensalters“, dort ist sein Dozentenprofil weiterhin zu finden.

Weil Jahn beim „Werkstattgespräch“ der CDU zur Flüchtlingspolitik Medienberichten zufolge die Gründung eigener Städte für Flüchtlinge vorgeschlagen und „Abschreckungsstrategien“ gegen Geflüchtete gefordert hatte, hatte die „Bild“-Zeitung gemutmaßt, Jahns Profil sei aus politischen Gründen entfernt worden. Jahn hatte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, seine Aussagen würden wohl als „schädlich für die Universität“ angesehen.

Die Goethe-Uni teilte der Frankfurter Rundschau dagegen mit, Jahns Profil sei Ende Februar „im Rahmen einer Aktualisierung der Website des Fachbereichs“ gelöscht worden. Da er seit 2017 keinen Lehrauftrag mehr habe, sei sein alter Fachbereich „nicht mehr für die Außendarstellung von Prof. Jahn zuständig“. Der Fachbereich bedauere allerdings, Jahn nicht rechtzeitig über die Löschung seines Profils von der Homepage informiert zu haben.

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