+
Glück als Schulfach - wer kann dagegen etwas haben? (Symbolbild) 

Frankfurt

Glück als Schulfach

  • schließen

In zwei Frankfurter Grundschulen ist seit einiger Zeit Glück ein eigenes Schulfach. 

Das Glück ist in zwei Frankfurter Grundschulen eingezogen: Seit Beginn des Schulhalbjahres wird an der Engelbert-Humperdinck-Schule im Westend und an der Riedhofschule in Sachsenhausen das Fach Glück unterrichtet. „Die kindliche Lebenswelt ist komplexer geworden“, sagt Tamara Möhn, Leiterin der Riedhofschule. „Neben fachlicher Kompetenz sollte auch Lebenskompetenz gefördert werden.“

Das Fach Glück ist derzeit ein Pilotprojekt, an dem auch die Anne-Frank-Schule in Raunheim und die IGS Stierstadt teilnehmen. 16 Lehramtsstudierende der Goethe-Universität und vier Lehrkräfte unterrichten Glück, überwiegend im Fach Ethik. 90 Minuten pro Woche sollen die Kinder und Jugendlichen ein Jahr lang ihre Stärken entdecken, Erfahrungen reflektieren und lernen, wie sie ihr Leben aktiv gestalten können. „Bereits nach den ersten Wochen halten wir den Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung durch den Glücksunterricht für beeindruckend“, sagt Markus Herget, Leiter der IGS Stierstadt.

Organisiert wird das Pilotprojekt von der Sethasa GmbH. Lehramtsstudentinnen und -studenten erhalten die vom Fritz-Schubert-Institut erarbeitete Weiterbildung, um Glück unterrichten zu können. Ernst Fritz-Schubert hat das Schulfach 2007 erfunden und an einer Heidelberger Schule eingeführt. Mittlerweile ist es mehrfach wissenschaftlich evaluiert und an mehr als 100 Schulen in Deutschland und Österreich in den Stundenplan integriert worden. Es gehe um die Erfahrung, was man selbst zur eigenen Lebenszufriedenheit beitragen könne, sagt Fritz-Schubert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare