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Zum Glück nicht privat

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Dass die Messe mutig investiert, ist richtig.

Die Corona-Krise hat die Messe Frankfurt noch deutlich heftiger getroffen als viele andere Unternehmen. Große Messen leben von der persönlichen Begegnung von Menschen, teils über Kontinente hinweg. Reise- und Kontaktverbote, massive Einschränkungen im Flugverkehr bedrohen das Geschäftsmodell des Unternehmens fundamental.

Dass die Messe Frankfurt dennoch nicht in Aktionismus verfällt, ihr Veranstaltungsportfolio nicht zusammenstreicht, keinen Stellenabbau ankündigt, sondern im Gegenteil das Geschäft weiter ausbaut und antizyklisch investiert, ist mutig und richtig. Möglich ist dieser Kurs, gerade weil das Unternehmen nicht privaten Eigentümern, etwa Aktionären, gehört, sondern der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen.

Also Gesellschaftern, denen es um einen langfristig nachhaltigen Geschäftserfolg, nicht um schnelle Kursgewinne geht. Die bereit sind, in einer Krise auf Dividende zu verzichten. Und die wissen, wie wichtig ein starkes Messegeschäft auch für die ebenfalls massiv getroffenen Betriebe und Beschäftigten in der Hotel- und Gastronomiebranche und im Einzelhandel ist.

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