Landgericht

Glasflasche als Waffe in Frankfurt

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32-Jähriger nach Streit vor „Cooky’s“ angeklagt. Mann lebensgefährlich verletzt.

Die 21. Kammer des Landgerichts wird demnächst gegen einen 32 Jahre alten Mann verhandeln. Ihm werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft soll der Mann am frühen Morgen des Heiligen Abends 2016 vor der Tür der Disko „Cooky’s“ einen dort abgewiesenen Gast lebensgefährlich verletzt haben. Dieser soll zuvor gegen 5.30 Uhr vom Türsteher nicht eingelassen worden sein, weil er wider die Etikette weder nüchtern noch in Damenbegleitung unterwegs war. Es kam zu einem Streit, bei dem der mit dem Türsteher befreundete Angeklagte den Betrunkenen erst aufgefordert haben soll, sich zu „verpissen“, und, als dieser nicht Folge leistete, eine Glasflasche auf dessen Kopf zerschlagen und anschließend mit dem Flaschenhals auf ihn eingestochen haben. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Schnitt- und Platzwunden.

Nach der Tat war der Angeklagte offenbar vom Türsteher in der gutbesuchten Disko versteckt worden. Er wurde erst zwei Monate später ausfindig gemacht, nachdem Freunde des Opfers privat ermittelt hatten.

Der Angeklagte scheint Stammgast der Disko zu sein. Erst vor wenigen Tagen hatte das Landgericht ihn wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Er hatte im April 2014 eine „Cooky’s“-Besucherin mit dem Angebot, sie nach Hause zu fahren, in sein Auto gelockt und anschließend vergewaltigt.

Ein Termin für den neuen Prozess steht noch nicht fest.

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