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Ein Kapuzinerbruder zeichnet in Frankfurt ein Aschenkreuz als Zeichen der beginnenden Fastenzeit auf das Haupt eines Mannes.

Aschermittwoch

Gläubige in Frankfurt erhalten Aschenkreuz „to go“

Kapuzinerbrüder machen Passanten im Liebfrauen-Klosterhof ein „kundenfreundliches Angebot“.

Die Fastenzeit beginnt für Katholiken normalerweise mit einem Gottesdienst, bei dem ihnen das traditionelle Aschenkreuz als Zeichen der beginnenden Zeit der Buße auf die Stirn gemalt wird. Für Eilige gab es in diesem Jahr in Frankfurt ein spezielles „to go“-Angebot: Kapuzinerbrüder vollzogen das Ritual im Liebfrauen-Klosterhof an Passanten, die zuvor nicht die Kirche besucht hatten. Es handele sich um ein „kundenfreundliches Angebot“, sagte Bruder Christophorus, der um die Mittagszeit die erste Kurzandacht des Tages hielt und rund 30 Menschen mit einem Aschenkreuz zeichnete.

Es richte sich an Menschen, die es zeitlich nicht in die Kirche schafften und dennoch bewusst mit einem Zeichen die Fastenzeit beginnen wollten. „Wir nehmen die Menschen ernst in der Großstadt mit ihrem Stress und der Hektik“, fügte Bruder Christophorus hinzu. So wie Elwira Lyszka, die in ihrer Mittagspause vorbei schaute. In den Gottesdienst hätte sie es in der Zeit nicht geschafft, berichtete sie.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die siebenwöchige Fastenzeit bis Ostern. In der katholischen Kirche werden an diesem Tag traditionell die Palmzweige des Vorjahres verbrannt. Aus der gesegneten Asche zeichnen Priester den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn, um sie an ihre Vergänglichkeit erinnern und zur Umkehr aufrufen. Dazu werden die Worte gesprochen „Gedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“.

Das Aschenkreuz „to go“ boten Kirchen auch in anderen Städten an, darunter Münster in Nordrhein-Westfalen und Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. (dpa)

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