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Summer-Fun-Day der Jugendfeuerwehren aus ganz Frankfurt auf dem Spielplatz am Ginnheimer Wäldchen, hier Mika am C-Strahlrohr.

Ginnheim

Wasser fließt reichlich

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Am „Summer-Fun-Day“ bietet die Jugendfeuerwehr Frankfurt Wasser- und Löschspiele für Kinder. Der Tag soll auch für die Arbeit der Einsatzkräfte werben.

Schrilles Sirenengeheul eines Feuerwehrwagens schallt über die trockenen Wiesen des Niddaparks und übertönt das Zirpen der Grillen. Wo sonst die Besatzung auf dem Weg zum nächsten Einsatz Platz nimmt, sitzen nun die siebenjährigen Schulkameraden Leo und Florian und die fünfjährigen Freunde Charlie und Vincent. Auf anderen Feuerwehrfesten haben sie gelernt, wie man sich im Brandfall verhält. Beim „Summer-Fun-Day“ der Jugendfeuerwehr Frankfurt gehen sie mit einem Löschwagen auf kurze Streiffahrt.

Jugendwart Dennis Vetter aus Ginnheim steuert den mit 1000 Litern Wasser beladenen Wagen aus dem Park auf die Rosa-Luxemburg-Brücke. Die Sirene müsse auf der Rundfahrt aber aus bleiben, erklärt Vetter, der seit 23 Jahren bei der Feuerwehr ist. Am „Summer-Fun-Day“ gibt er Kindern und Eltern die Möglichkeit, eine Runde im Einsatzfahrzeug zu drehen – auf dem Rücksitz selbstverständlich. Zum selbst Fahren stehen rote Spielautos auf der Wiese bereit. Doch die Fahrt im echten Wagen sei „für die Kinder das Schönste“.

Vor allem für Kinder, die in den Ferien zu Hause bleiben müssten, biete der kostenlose „Summer-Fun-Day“ seit 2010 eine Abwechslung, erklärt die Rödelheimer Jugendwartin Hatice Cirak. Denn nicht jede Familie könne sich regelmäßige Freibadbesuche und andere Ferienattraktionen leisten. Wasserattraktionen wie die mobile Wasserwand oder Übungen am Löschschlauch gebe es in diesem Jahr beim „Summer-Fun-Day“ reichlich, „damit bei den hohen Temperaturen keiner eingehen muss“.

Der Tag werbe auch für die Arbeit der Jugendfeuerwehr, so Hatice Cirak, denn „jedes Kind ist ein Gewinn“. Die Feuerwehr Frankfurt stehe im Vergleich zu anderen in Hessen beim Thema Nachwuchs gut da, sagt Michael Schott, stellvertretender Stadtminifeuerwart. „Rund 230 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren sind derzeit in der Minifeuerwehr aktiv, über 500 in der Jugendfeuerwehr.“

Zu ihnen gehörten auch Laura Schmidt und Marcel Wittenberg, die seit kurzem in die Einsatzabteilung gewechselt sind. Die beiden Freiwilligen wollen in blauen Schaumstoffkostümen als Maskottchen „Captain Firefighter“ und „Hydro-Girl“ den Besuchern die Arbeit der Feuerwehr näher bringen. Am schönsten finden sie das Gemeinschaftsgefühl in der Truppe. „Einer für alle, alle für einen“, zitiert die 19-Jährige den bekannten Feuerwehrspruch.

Ob sie auch zur Feuerwehr gehen, wollen Leo, Florian und ihre Freunde auf den Rücksitzen des Feuerwehrwagens noch nicht entscheiden. Sie sehen ihre Zukunft eher als Architekten oder „in der Forschung“. Interessenten scheint die Jugendfeuerwehr an diesem Tag aber genug zu haben: Als der Wagen von der Rundfahrt zurückkommt, warten schon die nächsten Kinder.

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