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Infotag auf der Freifläche Platenstraße.

Grün

Schöner spazieren

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Die Stadt möchte die Grünzüge von Westend, Dornbusch und Ginnheim besser verbinden. In diesem Projekt „Grünes Ypsilon“ entsteht an der Platenstraße ein neuer Park.

Spielgeräte für Kinder und Jugendliche, einen Platz für Veranstaltungen und eine öffentliche Toilette: Das sind nur einige der Vorschläge, die Bürger für die Umgestaltung des Grünzugs an der Platenstraße haben. Auch besser ausgebaute Fahrradwege, mehr Fahrradständer und einen Bewegungspark für Ältere wünschen sich die Anwohner. Am Samstag konnten sie bei einer Infoveranstaltung des Grünflächenamts an der Platenstraße die ihre Anregungen einbringen.

Etwa die Größe von zwei Fußballfeldern umfasst die bisher kaum genutzte Grünfläche zwischen Wilhelm-Epstein-Straße und Platenstraße. Aktuell ist das an den Kinderzirkus Zarakali und die Astrid-Lindgren-Schule angrenzende Areal noch unterteilt in mehrere Parzellen. Bäume und Zäune trennen sie ab und lassen die Parkanlage wenig einladend wirken.

Der ehemalige Bikepark neben dem Schulgelände, auf dem früher BMX-Fahrer über Hügel und Rampen gesprungen sind, wuchert verschlossen hinter Toren vor sich hin. Lediglich ein wenige Quadratmeter großer Platz unweit der Platenstraße ist asphaltiert, Jugendliche spielen dort Basketball. Im Rahmen des Projekts Grünes Ypsilon soll das Gelände nun attraktiver werden. Die Stadt plant dafür eine Verbindung der einzelnen Rasenflächen zu einem großen Park.

Rund 1,5 Millionen Euro seien veranschlagt, sagt Susanne Gonsior-Hahmann vom Grünflächenamt. Die Mittel seien bereits beantragt. Mit dem Bescheid rechnet sie im Herbst. Bis 2020 wolle man die Planung der vier bis fünf Einzelprojekte abgeschlossen haben, die 2021 in die Umsetzung gehen sollen. „Uns ist wichtig, Angebote für Menschen aller Generationen zu schaffen“, sagt Gonsior-Hahmann.

24 Pläne in Arbeit

Auf der Fläche an der Platenstraße könne sie sich einen Spielplatz für kleinere Kinder vorstellen. Das ehemalige BMX-Gelände soll später von der Astrid-Lindgren-Schule mitgenutzt werden. Hier könne etwa ein Naturerlebnisgarten entstehen. Wichtig sei vor allem die Öffnung der Grünflächen. Richtung Süden soll eine Wegeverbindung über die bereits bestehenden Sportplätze und weiter entlang der Miquelanlage bis zum Grüneburgpark entstehen. Im Norden soll eine Querung über die Platenstraße die Grünfläche mit der Marie-Bittorf-Anlage verbinden.

„Ich wünsche mir vor allem den Erhalt des alten Baumbestands“, sagt eine Anwohnerin aus der Platensiedlung. Denn im Zuge der Siedlungsnachverdichtung seien in dem Quartier schon zu viele Bäume gefällt worden. Die Entstehung der neuen Wohnhäuser im Stadtteil sei auch ein Grund für die geplante Umgestaltung der noch ungenutzten Freiflächen, sagt Fabian Adler vom Architekturbüro Bierbaum Aichele, das mit der Konzeptentwicklung beauftragt ist.

Sowohl der Verlust von Grünanlagen durch die Bebauung als auch der Zuzug der neuen Bewohner mache eine effizientere Nutzung des öffentlichen Gartens notwendig.

24 Projekte sind laut Grünflächenamt für das Grüne Ypsilon in Planung. Ziel ist, die Grünflächen im Westend, in Ginnheim und am Dornbusch miteinander zu verbinden und für die Anwohner besser nutzbar zu machen. In den nächsten zehn Jahren sollen dafür Rad- und Fußwege ausgebaut werden. Bestehende Grünanlagen sollen aufgewertet und neue Sport- und Spielplätze installiert werden. Info im Netz: gruenes-ypsilon.de.

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