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Pläne für die Diesterwegschule

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Von: Judith Dietermann

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Eltern protestieren: Die Containeranlage an der Schloßhecke, in der die Diesterwegschule vorübergehend untergebracht ist, hat keinen Pausenhof.
Eltern protestieren: Die Containeranlage an der Schloßhecke, in der die Diesterwegschule vorübergehend untergebracht ist, hat keinen Pausenhof. © rüffer

Nach jahrelangem Warten soll nun die Diesterwegschule saniert und erweitert werden. Wie der Magistrat mitteilt, wird die Ginnheimer Grundschule fünf- statt vierzügig und rund 500 Kindern ein Ganztagsangebot bieten. Dafür gibt die Stadt rund 47 Millionen Euro aus.

Schneller als ursprünglich erwartet musste die Diesterwegschule zum neuen Schuljahr ihr Gebäude am Mühlgarten verlassen und in die Container-Anlage auf der Schloßhecke umziehen. Dort war noch lange nicht alles fertig, unter anderem der Schulhof. Der Magistrat erklärt nun, wie es zu diesem plötzlichen Umzug an den Ausweichstandort kam – wartete die Ginnheimer Grundschule doch bereits seit zehn Jahren darauf, dass ihr Gebäude saniert und erweitert wird.

Dass das Gebäude von 1926 bauliche und funktionale Mängel aufweist, war bekannt. Im Zuge der Bestandserfassung wurden aber weitere gravierende Mängel festgestellt: Wände und Dachgeschoss waren mit Asbest kontaminiert, die Fußbodenaufbauten marode, zählt der Magistrat auf.

Alles Dinge, die den Rahmen der ursprünglichen Kostenberechnung von knapp 29 Millionen Euro, die bereits gedeckt sind, sprengen. Knapp 47 Millionen sollen Sanierung und Erweiterung der Diesterwegschule nun kosten. Hinzu kommt: Das vorhandene Dach ist ein Notdach aus dem Zweiten Weltkrieg, an mehreren Stellen undicht, die Holzkonstruktion schadhaft. Es wird daher komplett erneuert. Zudem seien sicherheitsrelevante Mängel, wie erhebliche statische Defizite in den Decken, festgestellt worden. Einige Abschnitte konnten nur eingeschränkt genutzt werden. Wegen all dieser Mängel sei die Schule bereits im vergangenen Sommer auf die Schloßhecke ausgelagert worden. Rund 30 000 Euro kostet dies die Stadt monatlich. Mit den Bauarbeiten am Bestandsgebäude müsse dementsprechend schnell begonnen werden, erklärt der Magistrat.

Die neue, erweiterte sowie fünf- statt vierzügige Diesterwegschule soll künftig 500 Schülerinnen und Schülern ein Ganztagsangebot bieten. Möglich macht dies der geplante und baulich mit dem Bestandsgebäude verbundene Erweiterungsbau in Massivbauweise.

Die vorhandene Turnhalle, das Wohngebäude, das Eingangsportal sowie die Containerbauten und Unterstände auf dem Schulhof werden abgebrochen, die Pausenfläche neu gestaltet. Zwei Turnhallen wird es geben, die aufeinander gestapelt werden sollen.

Realisiert werden soll das neue Gebäude südlich des Altbaus, dort, wo die alte, viel zu kleine Turnhalle steht. Es verläuft parallel der Straße „Am Mühlgarten“. Zum Kinderzentrum „Ginnheimer Hohl“ wird ausreichend Abstand gehalten.

Geplant ist der unterkellerter Neubau mit vier Voll- und einem Staffelgeschoss. Im Untergeschoss wird die Technik untergebracht sowie Vorbereitungsräume der Küche. Im Erdgeschoss sind die für das Ganztagsangebot nötige Mensa samt Speisesaal und Küchenausgabe geplant. Ebenso wie die Räume für das Betreuungsangebot. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine der beiden Einfeld-Sporthallen mit den zugehörigen Geräte- und Nebenräumen. Ebenso ist dort Platz für Räume für den Intensivunterricht.

Im zweiten Obergeschoss sind weitere Unterrichtsräume. Das dritte Obergeschoss beinhaltet die zweite Turnhalle plus Unterrichtsräume. Die Dienstwohnung der Schulhausverwaltung kommt ins Staffelgeschoss. Die Klassenräume bleiben wie bisher im Altbau. Ebenso wie das Büro der Schulleiterin. Im künftig aufgestockten Dach sollen Aula, Bibliothek, Lehrerzimmer sowie Gruppenräume ihren Platz finden.

Der Hauptzugang zur Schule bleibt von der Straße „Am Mühlgarten“ bestehen. Beide Gebäudeteile sind in allen Geschossen miteinander verbunden. So ist die Grundschule mit dem neu integrierten Aufzug im Altbau barrierefrei. Weitere Zugänge gibt es über die beiden neuen Schulhöfe.

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