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Anna Forke und Franziska Schieferdecker (v.l.) zeigen anhand der großen Karte, wie das Grüne Ypsilon einmal aussehen könnte.

Ginnheim

Grünes Ypsilon kommt voran

  • vonJudith Dietermann
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Der Grünzug „Grünes Ypsilon“ soll einmal die beiden Stadtteile Ginnheim und Dornbusch miteinander verbinden. Die Pläne berücksichtigen auch zahlreiche Wünsche der Bürger. Ab Oktober 2021 will die Stadt mit der Umsetzung beginnen.

Die überdimensionale Karte zeigt, wo der Grünzug „Grünes Ypsilon“ verläuft, der einmal die Stadtteile Dornbusch und Ginnheim miteinander verbinden soll. Seit sie bei der ersten Bürgerbeteiligung vor zwei Jahren das erste Mal präsentiert wurde, hat sie sich jedoch verändert. Denn die damals wild aufgestellten Fähnchen, die die Wünsche der einzelnen Bürger symbolisierten, sind bunten Karten mit konkreten Projekten gewichen. Projekte, die das Büro „Stadtberatung Dr. Sven Fries“, Landschaftsarchitekten, und das Grünflächenamt seitdem entwickelt haben.

Die Ergebnisse wurden jetzt präsentiert. Und zwar dort, wo eine der ersten Ideen, die das „Grüne Ypsilon“ beinhaltet, von Oktober 2021 an umgesetzt werden soll: Auf der Grünfläche zwischen dem Kinderzirkus Zarakali, dem BMX-Gelände und der Astrid-Lindgren-Schule.

Viele, aber leider nicht alle Wünsche hätten berücksichtigt werden können, erklärt Projektleiterin Anna Forke. So wird es auf der derzeit eher ungenutzten Fläche keinen Wasserspielplatz geben. Die technischen Anforderungen seien zu komplex, wie die Sicherstellung, dass es sich stets um Trinkwasser handelt. Auch eine Toilette, obwohl der Bedarf da ist, wird es nicht geben, da die Wartung zu teuer sei.

Geplant sind derweil zwei Wege, die über die Grünfläche führen. Künftig kann man von den Sportplätzen an der Wilhelm-Epstein-Straße bis zur Platenstraße spazieren. Vorbei an Spielplätzen, Tischtennisplatten und Basketballfeld. Auch die gewünschte Bühne mit Treppenstufen als Sitzmöglichkeiten wird es geben. Ebenso eine Calisthenics-Anlage, erklärt Landschaftsarchitekt Sebastian Koch.

Naturbelassene Gestaltung

Der südwestliche Teil des Areals, wo einst BMX gefahren wurde und der künftig als Schulhoferweiterung der Astrid-Lindgren-Schule dienen soll, wird naturbelassen gestaltet. Mit Erdhügeln, Findlingen und Baumstämmen. „Wir sehen eine Einzäunung, wie von der Schule gewünscht, kritisch. Eine Entscheidung gibt es noch nicht“, sagt Jürgen Burkert vom Grünflächenamt. Auch nicht bezüglich der Überlegung, den Café-Wagen des Kinderzirkus Zarakali für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Es seien noch einige Fragen zu klären, sagt Burkert. Westlich des Zirkus ist eine Fläche für eine mögliche Kita sowie Urban Gardening geplant.

1,6 Millionen Euro werden in die Umgestaltung investiert, 6,3 Millionen Euro kostet die Umsetzung des gesamten „Grünen Ypsilons“, das sich aus mehreren größeren und kleineren Vorhaben zusammensetzt. Während einige bereits weit fortgeschritten sind, wie der Grünzug an der Platenstraße oder die Querung der Eschersheimer Landstraße zum Sinai-Park, haben die Planungen für andere noch nicht begonnen. Wie der Spielplatz „Niddablick“ oder die Querung an der Wilhelm-Epstein-Straße.

Für das Gesamtprojekt sind zehn Jahre veranschlagt. Unklar ist, was mit dem Iranischen Garten wird. Ob eine Verbindung zwischen Marie-Bitthof-Anlage und Platensiedlung realisiert werden kann, hängt von einem Grundstückstausch zwischen iranischer Botschaft und Stadt ab.

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