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Ruth von Freyberg und Anne Behrens (v.r.) betreiben den Ponyhof an der Schloßhecke in Ginnheim. Ab Herbst müssen sie für die Diesterwegschule Platz machen, die saniert und erweitert werden muss.
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Ruth von Freyberg und Anne Behrens (v.r.) betreiben den Ponyhof an der Schloßhecke in Ginnheim. Ab Herbst müssen sie für die Diesterwegschule Platz machen, die saniert und erweitert werden muss.

Ginnheim

Ginnheimer Ponyhof zieht nach Osthessen

Weil es kein geeignetes Ersatzgrundstück für den Ponyhof Auf der Schloßhecke gibt, verlassen die Betreiberinnen Frankfurt und ziehen nach Osthessen.

Schluss. Aus. Vorbei. Der Ponyhof auf der Schloßhecke verlässt nicht nur Ginnheim, sondern gleich Frankfurt. In Hatterode im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen haben die Betreiberinnen Ruth von Freyberg und Anne Behrens einen Bauernhof erworben. „Ein Schmuckstück“, sagt Behrens, die sich dort mit ihrer Freundin und Partnerin sowie den 13 Pferden eine neue Existenz aufbauen will.

Mit dem Wegzug des Ponyhofes endet eine Tradition. Fast 30 Jahre hatte er sein Domizil auf der Schloßhecke. Ab Herbst ist dort kein Platz mehr. Auf dem 2500 Quadratmeter großen Areal, das Behrens und von Freyberg von der Stadt gepachtet haben, wird die Diesterwegschule während ihrer Sanierung und Erweiterung ausgelagert. Die 3000 Quadratmeter eines privaten Eigentümers, die dem Ponyhof dann noch zur Verfügung stünden, seien für diesen nicht ausreichend, sagt Behrens.

Im Herbst vergangenen Jahres war ihnen gekündigt worden. Die von den Betreiberinnen vorgeschlagenen Ersatzgrundstücke wurden aus naturschutzrechtlichen Gründen abgelehnt. Ein Ersatzgrundstück gab es nicht. Es wurde ihnen jedoch Unterstützung aus dem Bau- und Immobiliendezernat zugesichert. Auch die Römer-CDU hatte sich jüngst für den Ponyhof eingesetzt und vorgeschlagen, ihn im geplanten Bürgerpark auf der ehemaligen Rennbahn in Sachsenhausen unterzubringen. Der Antrag wurde aber in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Anfang Mai, sagt Behrens, gab es einen runden Tisch. Mit ernüchterndem Ergebnis. Das war letztlich der ausschlaggebende Punkt, warum die Betreiberinnen den Bauernhof kauften. „Ein kleines, dreckiges und lautes Rasenstück unter der Rosa-Luxemburg-Straße wurde uns als Übergangsquartier angeboten. Wo noch lange nicht klar war, ob das überhaupt möglich ist“, erklärt Behrens. Auch ein Grundstück in Sossenheim sei ungeeignet gewesen.

„Für uns stand die Entscheidung dann schnell fest: Wir kaufen den Bauernhof“, sagt Behrens. Die rund 60 Kinder, die den Ponyhof besuchen, seien traurig. Es gibt aber gute Nachrichten: Der Hof in Osthessen soll ausgebaut werden, künftig soll es dort sogar möglich sein, Reiterferien zu machen.

„Die Kinder können uns und die Pferde für ein paar Tage besuchen. Das ist ein kleiner Trost“, sagt Behrens. Vier Monate hätten sie Zeit, den Hof zu ertüchtigen. Ende September wird es in Ginnheim die letzte Reitstunde geben.

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