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Dominikus Landwehr vor dem Nachbarschaftsbüro Platensiedlung in der Franz-Werfel-Straße.
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Dominikus Landwehr vor dem Nachbarschaftsbüro Platensiedlung in der Franz-Werfel-Straße.

Ginnheim

Neuer Quartiersmanager möchte Willen zur Mitbestimmung stärken

  • Sabrina Butz
    vonSabrina Butz
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Der neue Quartiersmanager Dominikus Landwehr will den Stadtteil kreativ vernetzen.

Menschen zu begegnen, ihre alltäglichen Sorgen wahrzunehmen, sie zu unterstützen und nachbarschaftlich Verbesserungen zu entwickeln – die Arbeit eines Quartiersmanagers habe ihn schon lange fasziniert, sagt Dominikus Landwehr. Der 50-jährige Künstler hat bisher vor allem im kunstpädagogischen Bereich gearbeitet. Doch auch in seinen inklusiven Projekten mit straffälligen Jugendlichen oder dementen Menschen interessierte ihn vor allem die Vernetzungsarbeit: unterschiedliche Sprachen, Altersgruppen, Biografien, Interessen – gerade mit kreativen Methoden sei es viel einfacher, „Menschen zu aktivieren, die erst mal gar nicht zusammenpassen“, sagt der Vater dreier Kinder, der seit 2002 mit seiner Partnerin in Frankfurt lebt.

Seit Mitte November ist Landwehr der neue Ginnheimer Quartiersmanager im Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft unter Trägerschaft des Internationalen Bundes. Die Ausgangslage scheint kompliziert, nicht nur während der Corona-Pandemie, die das persönliche Kennenlernen als Basis der Arbeit erschwert. Nachdem Landwehrs Vorgänger zurückgetreten war, kam es im Ortsbeirat 9 zu einem Konflikt um das Quartiersmanagement. Teilweise schienen die Zuständigkeitsbereiche ungeklärt, die Rede war von „Doppelstrukturen“, die sich mit dem ehrenamtlichen Verein „Ideal“ ergäben, da auch dieser für das Programm Aktive Nachbarschaft arbeitet. Doch Landwehr ist optimistisch. Seit seinem Einstieg sei er im Dialog mit den lokalen Akteuren. Teils seien „noch mal Einzelgespräche notwendig“, er lobt aber, dass es so viel Engagement im Stadtteil gebe. Die alten Konflikte hätten viel mit mangelnder Kommunikation zu tun. Dass der Stadtteil Ginnheim aus so verschiedenen Teilen bestehe, die „relativ wenig verknüpft sind“ und unter denen es bisher nur wenig Austausch gebe, sei das besondere „Arbeitspotenzial“ seiner Stelle. Die hat er schon vor einigen Monaten kennengelernt, als er bei einem Fotoprojekt des Quartiersmanagements half.

Zur Vorbereitung habe er sich nicht nur in die Stadtteilthemen eingearbeitet, sondern vor allem auch sein Fahrrad repariert. Damit will Landwehr Ginnheim räumlich kennenlernen und sich als Ansprechpartner bekanntmachen. Das Quartiersmanagement soll „Bedarfe entdecken“, also feststellen, welche Wünsche, Probleme und Verbesserungsvorschläge die Menschen beschäftigen. Dafür sei eine Sozialraumanalyse geplant, die die Bewohner:innen zudem aktivieren und vernetzen sowie den Willen zur Mitbestimmung und die Identifikation mit dem Stadtteil stärken soll.

Auch Jenny Mülich und Ute Pfister vom IB sprechen von der „Hoffnung auf einen Neustart“. Nur ein eigenes Büro brauche Landwehr so schnell wie möglich. Bisher sitzt das Quartiersmanagement noch im Nachbarschaftszentrum von „Ideal“ in der Franz-Werfel-Straße 37. Wünschenswert seien eigene Räume, die barrierefrei erreichbar und gut sichtbar seien, mit Platz für Gruppenprojekte und Veranstaltungen, aber auch für private Gespräche. Und am besten ein Schaufenster, um für die Angebote zu werben und zu informieren.

Kontakt zum Quartiersmanager: Tel. 0160/22 59 112 oder per E-Mail an dominikus.landwehr@ib.de.

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