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Karen Pena (l.) und Jerakina Brand vom Kinderzirkus Zarakali wollen die Lern-Spiel-und Kulturmeile mit Urban Gardening beleben.
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Karen Pena (l.) und Jerakina Brand vom Kinderzirkus Zarakali wollen die Lern-Spiel-und Kulturmeile mit Urban Gardening beleben.

Ginnheim

Gemeinsam Gärtnern in der Platenstraße

  • Sabrina Butz
    vonSabrina Butz
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Mitarbeiterinnen des Kinderzirkus Zarakali wollen Hochbeete in der Platenstraße anlegen - und die ganze Nachbarschaft soll mitwirken. Ziel ist es, das Miteinander zu stärken.

Gemeinsam Hochbeete bauen, sie bepflanzen und dann frisches biologisches Gemüse vor der Haustür ernten – das will Karin Peña in der Platenstraße ermöglichen. Die 22-jährige Kolumbianerin, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Kinder- und Jugendzirkus Zarakali macht, plant ein „offenes Angebot mit Urban Gardening“, also ein Projekt zum gemeinschaftlichem Gärtnern im Stadtteil. Ziel sei es, die Kommunikation und das Miteinander zu stärken.

Im März und April will sie die Nachbarschaft in der Platenstraße zu Workshops einladen, um die acht bis zehn Hochbeete auf der circa 50 Quadratmeter großen Fläche neben dem Zirkusgelände anzulegen. Danach soll eine Gruppe von Nachbarinnen und Nachbarn das Projekt über Patenschaften weiterführen. Im Juli endet Peñas Freiwilliges Jahr in Deutschland, dann kehrt sie zurück nach Kolumbien.

Auch ohne sie solle das Projekt dann „gemeinsam weiterwachsen – im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Peña. Das Urban Gardening sei „die erste Aktion zur Bespielung der Lern-, Spiel- und Kultur-Meile (LSK-Meile)“, erläutert Lena Berneburg vom Grünflächenamt. Der langgestreckte Grünzug entlang der Platenstraße, der als erster Teil des „Grünen Ypsilons“ 2015 eröffnet wurde, biete genau für solche Nachbarschaftsaktionen Freiflächen. Daher unterstütze das Amt die Initiative sehr, sagt Berneburg. Das Projekt sei „eine gute Vorbereitung und Auftaktaktion“ für einen weiteren Gemeinschaftsgarten, der im Rahmen des „Grünen Ypsilons“ umgesetzt werden soll.

Als Peña ihr Urban-Gardening-Projekt im zuständigen Ortsbeirat 9 vorstellte, zeigte sich dieser etwas „überrascht“: Das Grünflächenamt habe „zu kurzfristig“ von den Plänen berichtet, so dass das Stadtteilparlament keinen Antrag mehr stellen konnte, um über die Unterstützung abzustimmen, sagt Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU). Dabei wolle „keiner das tolle Projekt infrage stellen“, es gehe nur darum, den Ortsbeirat nicht zu übergehen.

Der stellvertretende SPD-Ortsvorsteher Rachid Rawas sagt, er sei „mit Leib und Seele bei der Idee“, dass die Grünflächen für nachbarschaftliche Projekte genutzt werden. Einige Ortsbeiratsmitglieder seien aber nicht zufrieden damit, dass die Finanzierung solcher Nachbarschaftsprojekte über den Verfügungsfonds „Grünes Ypsilon“ laufe, so Rawas. Denn über diesen entscheidet laut Magistratsbeschluss von 2018 nicht der Ortsbeirat.

Es sei aber toll, dass die Grünfläche, die bisher vor allem als Hundetoilette herhalte, endlich belebt werde, sagt Rawas. Laut Nadja Menke, Theaterpädagogin beim Kinderzirkus, gebe es für das Projekt sehr viele positive Rückmeldung und viele, die mitmachen wollten. Als Nächstes seien Rücksprachen mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung geplant. Über den Verfügungsfonds stehen für das Projekt bis zu 2500 Euro bereit.

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