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Fest der Jugendfeuerwehren, Spielplatz am Ginnheimer Wäldchen, Frankfurt, Bild x von 4

Feuerwehrfest

Feuerwehr zum Mitmachen in Frankfurt-Ginnheim

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Der Summer-Fun-Day am Ginnheimer Wäldchen lockt vor allem viele kleine Kinder an

Dort, wo das Straßenschild „Volkspark Niddatal“ vor dem Spielplatz am Ginnheimer Wäldchen steht, hält ein Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Warnblinkanlage. Wenig später trifft ein zweites Löschfahrzeug ein. Brennt das Ginnheimer Wäldchen oder der Spielplatz? Überall wimmeln junge Feuerwehrleute herum, dazwischen viele kleine Kinder: Es handelt sich nicht um einen Katastrophenalarm, vielmehr um einen Abenteuerspielpatz der besonderen Art: Die Jugendfeuerwehren aus den Stadtteilen Rödelheim, Sachsenhausen, Praunheim, Höchst und Ginnheim laden an diesem Samstagnachmittag zum „Summer-Fun-Day“ auf das Gelände neben dem großen Spielplatz ein. Aus einem der beiden Löschfahrzeuge, die kurz am Straßenschild halten, steigt, noch etwas benommen, ein Dreijähriger aus. „Na, wie war’s“, fragt der Vater und nimmt den Kleinen auf den Arm. Andere Kinder drängeln schon. Jeweils vier von ihnen dürfen vorne im Cockpit Platz nehmen und werden einmal zur Müllverbrennungsanlage in der Nordweststadt und zurück kutschiert. Voraussetzung für den Blaulichttrip sind mindestens sechs Stempel im Spielepass. Koray ist „fast sieben Jahre“ alt und hat alle neun Stempel im Spielepass. Stolz berichtet er von seinen Erlebnissen. Dafür lässt er sogar das riesige Stück Schokoladenkuchen liegen: Mit Brettern sei er übers Wasser gelaufen, in einem durchsichtigen Laufball über die Wiese gerollt und beim Spritzen mit dem großen Wasserschlauch habe er alle drei Tennisbälle auf den Pylonen getroffen. „Wo wollen wir als Nächstes hin“, die Eltern fragen, die Kinder haben die Wahl: Sie können sich hinter das Steuer eines dritten Feuerwehrlöschautos setzen oder mit einem Minifeuerwehrauto ihre Runden drehen: Alle haben ihren Spaß. Bereits mit vier Jahren können die Kinder Mitglied bei der Minifeuerwehr werden. Von zehn bis siebzehn hätten sie dann die Wahl zwischen stadtweit 28 Jugendfeuerwehren, erläutert Denis Raasch, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Jugendfeuerwehr zuständig ist. Mit siebzehn kommt dann der Wechsel in die freiwillige Feuerwehr, die der Berufsfeuerwehr beim Löschen von Bränden unter die Arme greift. Es sei gar nicht so einfach, die Zehn- bis Siebzehnjährigen zu erreichen, räumt Raasch ein. Immerhin sei es gelungen, die Zahl von insgesamt 500 Mitgliedern stabil zu halten. Etwa 25 Prozent der Mitglieder sind Mädchen. Franziska Wiesberg ist zwölf Jahre alt und seit dem November 2016 dabei. Alle zwei Wochen hat Franziska „Dienst“. Dann fährt sie mit ihrer Gruppe zum Beispiel zum Schlittschuhlaufen. Denis Raasch berichtet von anderen „Übungen“ – etwa einer Übernachtung im Gerätehaus. Ob jemand von der Jugendfeuerwehr zur Freiwilligen Feuerwehr wechselt – das hänge ganz entscheidend davon ab, was der Jugendwart der Gruppe für ein Programm bietet.

Kontakt: Wer die Homepage www.jf-frankfurt.de aufruft, kann seinen Stadtteil anklicken und erfährt so Name und Telefonnummer seines Ansprechpartners.

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