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Diesterwegschule: Sternmarsch für einen sicheren Schulweg

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Von: Judith Dietermann

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Es ist immer noch nichts passiert an der Containeranlage der Diesterwegschule: Daher trafen sich Eltern und Kinder zum Protestmarsch vor der Grundschule in Ginnheim.
Es ist immer noch nichts passiert an der Containeranlage der Diesterwegschule: Daher trafen sich Eltern und Kinder zum Protestmarsch vor der Grundschule in Ginnheim. © rüffer

Der Protest der Diesterwegschule geht weiter. Noch immer warten Eltern und Kinder auf den Pausenhof. Nun gefährdet auch der Baustellenverkehr den Schulweg zur Containeranlage auf der Schloßhecke.

Sie haben es schon wieder getan: Eltern und Kinder der Diesterwegschule sind gestern auf die Straße gegangen, um auf die Missstände am Auslagerungsstandort der Grundschule auf der Schloßhecke sowie auf dem Weg dorthin aufmerksam zu machen. „Es war toll, dass wieder so viele mitgemacht haben“, sagt Schulelternbeirats-vorsitzende Vanessa Vollrath. Sternförmig wurde gemeinsam zu den Pavillons marschiert, an unterschiedlichen Ecken ging es los, nach und nach wurden es mehr Eltern und Kinder. Sie hatten Kreidestücke dabei, um auf Gehwegen und Straßen gefährliche Punkte zu markieren.

Von denen gebe es auf dem Schulweg nicht wenige, sagt Vollrath. „In Alt-Ginnheim sind die Bürgersteige schmal, es gibt viele Baustellen. Die Kinder müssen oft auf die Straße ausweichen. Das ist gefährlich“, sagt sie. Zwar sei den Eltern und der Schule bei einem Runden Tisch Anfang Oktober von Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) versprochen worden, dass zeitnah die Sicherheit der Kinder verbessert werden sollte. Passiert, so Vollrath, sei jedoch nichts. „Wir sind enttäuscht“, sagt sie.

Warten auf den Pausenhof

Eine Enttäuschung, die bereits seit Anfang des neuen Schuljahres besteht. Seit die Diesterwegschule an die Schloßhecke umgezogen ist, weil ihr Schulgebäude saniert und erweitert wird. Unterrichtet werden die Kinder seither auf einem Gelände ohne Schulhof – der soll erst Ende des Jahres fertig sein, so Vollrath. Stattdessen spielen sie auf der Straße vor den Containern. Diese ist aber nicht komplett abgesperrt, weil dort die Baustellenfahrzeuge für den S6-Ausbau unterwegs sind.

Bis zu den Herbstferien haben die Eltern sich als Schülerlotsen engagiert. Das sei aber keine Dauerlösung, sagt Vollrath und fordert die versprochene Sofortmaßnahme zu Sicherung des Schulwegs, am besten über die Woogstraße und die Schloßhecke. Diese Strecke sei derzeit kein ausgewiesener Schulweg, beleuchtet sei er auch nicht. Auch sollen die Baustellenzufahrten dauerhaft gesichert und die Kommunikation mit Eltern und Schule verbessert werden. Das Bildungsdezernat reagierte bisher nicht.

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