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Colorado Park: Von der Hundewiese zum Abenteuerland

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Im Colorado-Park an der Raimundstraße erinnert vieles an die USA.
Im Colorado-Park an der Raimundstraße erinnert vieles an die USA. © christoph boeckheler*

Vor 25 Jahren wurde an der Raimundstraße der Spielplatz Colorado Park eröffnet. Er erinnert an die Housing Area Platensiedlung, die in den 90er Jahren noch von den Amerikanern bewohnt war.

Als zu Beginn der 1990er Jahre die Amerikaner die Housing Area Platensiedlung verließen, hinterließen sie nicht nur leere Wohnungen, sondern auch eine große Brache an der Ecke Paquet- /Raimundstraße. Eine wildbewachsene Grünfläche, die als Hundeklo missbraucht wurde. Bis dort etwas geschaffen wurde, was bis heute Strahlkraft über den Stadtteil hinaus hat: der Colorado Park, der dort heute vor 25 Jahren, am 1. März 1997, eröffnet wurde. Betrieben wird er vom Abenteuerspielplatz Riederwald, der auch am Günthersburgpark eine Dependance hat.

Mittlerweile erinnert auf der Fläche nichts mehr an das Hundeklo von einst. Im Gegenteil. Dort entstanden ist ein Paradies für Kinder und Jugendliche. Zwischen hochgewachsenen Bäumen und Hügeln können sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Die Kinder mit einzubinden, war stets ein Ziel von Beate Eichler und Hagga Bühler, die den Spielplatz von Beginn an 20 Jahre lang leiteten. Sie machten ihn zu dem, was er heute ist. „Der Boden war mit wilden Brombeeren überwuchert. Wochenlang haben wir mit der Machete gearbeitet und das Gelände platt gemacht, damit hier Kinder spielen und Hütten gebaut werden“, erinnerte sich Bühler bei seinem Abschied vor knapp fünf Jahren. Mittlerweile lebt der Bildhauer in Franken, viele Werke auf dem Gelände erinnern an ihn. Wie der Marterpfahl mitten auf dem Platz, der den Bezug zu dem Motto herstellt, unter dem der Spielplatz damals entwickelt wurde: Vereinigte Staaten von Amerika, wegen des Bezugs zur Housing Area. So sollten nicht nur Hütten gebaut werden, sondern eine Mainstreet mit einem Saloon und einem Jailhouse entstehen oder aber auch ein Mississippi-Dampfer. Mit Unterstützung des Botanischen Gartens wurden 300 amerikanische Pflanzen in das Gelände eingebracht, darunter Redwood-Bäume, von denen zur Eröffnung des Platzes einer von der damals amtierenden amerikanischen Generalkonsulin, Janet Andres, gepflanzt wurde.

In den Folgejahren kam bei jedem Wechsel eines amerikanischen Generalkonsuls alle drei Jahre ein Mammutbaum hinzu, von denen einige heute eine beträchtliche Höhe erreicht haben. Um den Namen des Platzes, der einerseits Buntheit und Vielfalt ausdrückt, andererseits einem amerikanischen Bundesstaat entspricht, wurden drei Colorado-Tannen gepflanzt. Die Hügel wurden aus der auf dem Riedberg ausgehobenen Erde aufgeschüttet, denn zeitgleich wurde dort der Stadtteil realisiert.

Das, was daraufhin mit Säge, Hammer, Holz und Farbe zwischen den Bäumen und Hügeln entstand, haben schließlich die Kinder und Jugendlichen geschaffen. „Ihr Zauberland“, wie Hagga Bühler stets sagte.

Die Jubiläumsveranstaltung findet am Sonntag, 22. Mai von 14 bis 18 Uhr auf dem Spielplatzgelände an der Raimundstraße statt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.abenteuerspielplatz.de.

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