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Bastian Bernhagen ist einer der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer vom Gibson Club auf der Zeil. Foto: Peter Jülich
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Bastian Bernhagen ist einer der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer vom Gibson Club auf der Zeil.

Clubs in Frankfurt

Clubs in Frankfurt: Live-Musik und Beachclub - Gibson-Macher hat große Pläne

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Der Gibson-Geschäftsführer Bastian Bernhagen spricht im Interview über das andere Clubleben in der Pandemie und wie sie die Gäste auch ohne Tanzfläche in ihrem Club auf der Zeil weiter unterhalten.

Frankfurt - Die Arbeitstage von Bastian Bernhagen sind momentan sehr lang. „Gestern war ich um 9 Uhr im Büro und bin erst um 2 Uhr morgens nach Hause gefahren. Es gibt viel zu organisieren“, erzählt der 42-Jährige. Er steht draußen auf der Zeil in Frankfurt vor dem neuen Gibson-Schild im Retrocharme-Stil einer Kino-Leuchtreklame.

Er ist glücklich, dass das Clubleben nach 15 Monaten wieder losgeht. Wenn auch Corona-pandemiebedingt alles anders ist in dem Club, in dem schon Stars wie Mark Owen (Take That) oder Boy George aufgetreten sind. Bernhagen ist einer der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer des Gibson-Clubs. Seit Ende Juni kommen wieder die Gäste. Außerdem eröffnet das Gibson am Dienstag einen Beachclub am Opernplatz. Eigentlich sollte die Eröffnung diesen Freitag sein. „Aber die Möbel hängen noch im Zoll fest“, sagte Bernhagen der FR am Donnerstag.

Frankfurt: „Es ist das Gibson, aber es ist eben auch nicht das Gibson“

Auf Instagram schreiben Sie „The Club formerly known as Gibson“. Eine Anspielung auf Prince, der sich selbst plötzlich umtaufte, weil er sich nicht mehr als Prince identifizierte. Warum haben Sie das Gibson umgetauft, Herr Bernhagen?

„The Club formely known as Gibson“ ist natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint: Es ist schon das Gibson, aber es ist eben auch nicht das Gibson, das es vor der Pandemie war, an das sich die Gäste erinnern. Das können wir aufgrund der aktuellen Auflagen gar nicht darstellen. Wir dürfen zunächst keine Tanzfläche anbieten, also gibt es ein anderes Konzept. Die Gäste müssen vorab einen Tisch für ihre Gruppe reservieren. Maximal zehn Gäste an einem Tisch sind erlaubt. Und zwischen den Tischen sind Trennscheiben. Aber trotzdem können Leute auch hier noch zusammenkommen. Wir bieten weiterhin Entertainment, eine Illusion an.

Wie sieht diese Illusion aus?

Donnerstags spielt unsere Liveband, die Urban Club Band. Denn wir sind ja auch ein Livemusik-Club. Freitags und samstags sind die Clubabende. Es gibt einen Steg in der Mitte des Clubs: Ein DJ legt auf und auf der Bühne stehen dann Violinspieler oder andere Live-Künstler, die zum Beat spielen. Passend dazu gibt es ein Lichtkonzept. So entsteht dann diese Magie aus Musik, Licht und den Menschen.

Clubs in Frankfurt während der Pandemie: Erst mal „Schockstarre“

Als Sie das Gibson im März 2020 von einem auf den anderen Tag wegen der Pandemie schließen mussten – wie schlimm war das?

Klar, du fällst erst mal in eine Schockstarre. Aber uns war klar, irgendwann wird es weitergehen. Und wir hatten den großen Vorteil, dass wir gut gehaushaltet hatten. Das hat uns wahnsinnig geholfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Bis das Kurzarbeitergeld kam, konnten wir allen 42 Mitarbeitern die Gehälter auszahlen und später ihr Kurzarbeitergeld aufstocken. Wir haben nur zwei Mitarbeiter in der Zeit verloren. Und wir haben sogar 17 Leute neu eingestellt. Das sind Leute, die bereits vor der Pandemie bei uns im Bereich Security und Garderobe gearbeitet hatten. Sie waren bei externen Dienstleistern angestellt, die die Pandemie zum Teil nicht überlebt haben. Unser Kapital ist das Team.

Gibson Beach Club

Gibson Beach Club OP2 , Opernplatz 2, eröffnet auf 3500 Quadratmetern. Ein Teil ist überdacht. Das Big Opening ist am 10. August. Das Projekt ist temporär bis Ende Oktober.

Ein Hygienekonzept wurde gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entwickelt. Es wird Eingangskontrollen geben, um die Personenanzahl zu kontrollieren. Für Minderjährige ist der Zutritt nur mit einer erziehungsberechtigten Person möglich

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 15 Uhr bis Mitternacht, Samstag und Sonntag 12 bis 24 Uhr. rose

Wie aufwendig ist das Hygienekonzept?

Statt der bisher 1000 Gäste können wir maximal 400 reinlassen. Wir arbeiten sehr eng mit dem Gesundheitsamt zusammen. Wir haben den ganzen Einlassprozess umgestellt, haben uns angeschaut, wie ist die Sitzplatzverteilung? Wie ist die Nachverfolgbarkeit? Wir nutzen die Luca App. Wir haben auch eine Kooperation mit einem Testzentrum auf der Zeil, das hat bis 1 Uhr morgens offen. Die Gäste und Künstler müssen vollständig geimpft, genesen oder getestet sein. Wir haben zudem Glück, denn früher war hier im Gibson das Zeil-Kino drin und wir hatten dessen Lüftungsanlage übernommen. Das ist super, weil diese Lüftungsanlage einen sehr hohen Luftwechsel garantiert.

Frankfurt: Gibson will Beachclub in Babenhausen eröffnen

Kommen die Leute wieder? Oder sind sie zurückhaltend?

Bei unserer Zielgruppe bis 35 merkt man keine Zurückhaltung. Aber gerade am Donnerstag, dem Afterwork-Abend, das war vor der Pandemie der Tag mit der ältesten Zielgruppe, merken wir schon noch eine Zurückhaltung. Da kommt hinzu, dass viele Leute, die früher zum Afterwork gekommen sind, oft gar nicht mehr tagsüber in der Stadt sind, weil sie noch im Homeoffice sind.

Gastronomie in der Region

Sie haben ein neues Restaurant eröffnet und wollen es voller Stolz präsentieren? In Ihrer Bar gibt es die ausgefallensten Cocktails der Stadt? Sie bieten einen Service, der sich von der Konkurrenz abhebt? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Füllen Sie bitte unser Formular aus und wir zeigen Ihr Gastro-Geschäft Millionen Leserinnen und Lesern von IPPEN.MEDIA auf einer interaktiven Karte. Zudem suchen wir gezielt nach spannenden Geschichten aus der Gastronomie.

Am Freitag eröffnen Sie den Beachclub am Opernplatz 2, dort wo früher das Mövenpick-Restaurant war und jetzt auch das jahrelang leerstehende Gebäude abgerissen wurde …

Ja, eigentlich wollten wir diesen Sommer einen Beachclub in Babenhausen am Sickenhöfer See eröffnen. Wir haben aber leider keine behördliche Freigabe bekommen aufgrund von Bedenken wegen Flora und Fauna. Dann haben wir kurzfristig die Fläche am Opernplatz von der Signa Real Estate, der das Grundstück gehört, angeboten bekommen. Wir hatten auch schon die Möbel …(lacht)

Worauf können die Gäste sich bei der 3500-Quadratmeter-Fläche freuen?

Es wird ein magischer Ort: Es gibt 500 Tonnen Sand, aber auch Palmen – überhaupt wird es viel Grün geben. Die Bäume werden illuminiert, es gibt einen Holzsteg, mehrere Bars, mexikanisches Essen, Sonnenliegen, Himmelbetten. Du bist mitten in der Stadt und schaust auf die Skyline. Und klar, kommen auch DJs und Livebands. In Hessen darf im Außenbereich getanzt werden.

Interview: Kathrin Rosendorff

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