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Oliver Malchow.

Rechtsextreme bei Polizei Frankfurt

Gewerkschaft „erschüttert“

Bei der Frankfurter Polizei soll es ein rechtsextremes Netzwerk geben. Die Gewerkschaft fordert "das kompromisslose Entfernen aus dem Polizeidienst", falls sich die Vorwürfe gegen die Beschuldigten bestätigen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist erschüttert und erbost über ein mutmaßliches rechtsextremes Netzwerk in der Frankfurter Polizei. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow sprach am Montag von „skandalösen Taten“ und forderte „das kompromisslose Entfernen aus dem Polizeidienst“, falls sich die Vorwürfe bestätigen.

„Wer rechtsextremes Gedankengut teilt, Ausländerhass propagiert, mit abstoßender Gewalt droht und polizeiliche Instrumente für seine Taten nutzt, hat in unserer fest auf dem Boden der Verfassung stehenden Polizei nichts verloren“, sagte Malchow am Montag in Berlin. Er sei „sowohl erschüttert als auch erbost“ über die „widerwärtigen Hintergründe“ der mutmaßlichen Taten. Die Vorwürfe beschädigten den guten Ruf der deutschen Polizei.

Der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), er sehe trotz der jüngsten Ermittlungen keine strukturellen Probleme: „Ich glaube nicht, dass es in der Polizei eine Systematik oder eine Struktur gibt, die das begünstigt.“

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Hessen ermitteln gegen fünf Beamte, die sich über einen Messengerdienst beleidigende und fremdenfeindliche Bilder, Videos und Texte zugeschickt haben sollen. Ob weitere Vorwürfe gegen die Beamten im Raum stehen, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft äußert sich im laufenden Verfahren nicht zu inhaltlichen Fragen. (dpa)

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