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Frankfurt

Gesundheitsamt in Frankfurt lädt Heimleiter vor

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Der Leiter eines Seniorenheims in Frankfurt warnt eindringlich vor Corona-Impfungen und läuft ohne Maske durch die Einrichtung. Nun bittet das Gesundheitsamt um ein Gespräch.

Das Frankfurter Gesundheitsamt bittet den Geschäftsführer des Hauses Aja Textor-Goethe zum Gespräch. Das Amt kenne die Vorgänge in der Einrichtung, und ihm seien ebenfalls Beschwerden zugetragen worden, sagte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Antoni Walczok, der FR. Auch die Heimaufsicht sei in diesem Fall informiert worden. „Wir möchten, dass kein falsches Signal gesetzt wird“, sagte Walczok.

Der Geschäftsführer der anthroposophischen Senioreneinrichtung hatte den Mieterinnen und Mietern im Dezember eine Corona-Zwischeninformation zukommen lassen und darin im besonderen Maße auf die vermeintlich erhöhten Risiken des aktuell verfügbaren Corona-Impfstoffes hingewiesen (die FR berichtete). Nach diesem Artikel meldete sich eine Mitarbeiterin und wies darauf hin, dass der Geschäftsführer in der Einrichtung keine Mund-Nase-Bedeckung trage. Auch Bewohner:innen schrieben, dass sie den Mann in den Gängen und im Aufzug ohne Bedeckung gesehen hätten.

Auf Nachfrage erklärt der Geschäftsführer, dass er in seinem Büro, das außerhalb der Station liegt, sowie im Verwaltungsbereich und den Fluren der Wohnbereiche tatsächlich keine Mund-Nase-Bedeckung trage. Aus gesundheitlichen Gründen könne er die Bedeckung nicht tragen. Er wies aber zurück, Fahrstuhl gefahren zu sein, da er stets die Treppe nutze. „Im Pflegebereich würde ich die Bedeckung aber tragen“, sagte er. Allerdings sei er dort sehr selten unterwegs.

„Probleme mit der Atmung“

Es gibt auch einen Flyer, welcher der FR vorliegt, der mit einem Rundbrief an die Mitarbeiter:innen gegangen sein soll. Darauf steht: „Maskentragen schadet der physischen und psychischen Gesundheit“ und „Es bietet keinen Schutz vor Viren“.

Von einem solchen Flyer habe er keine Kenntnis, erklärt der Geschäftsführer. „Ich wüsste es, wenn so etwas an die Mitarbeiter gegangen wäre“, sagt er. Er habe einen solchen Flyer aber auch im Haus gesehen und vermutet, dass einige durch die öffentliche Briefkastenanlage gesteckt wurden.

Das Thema Mund-Nase-Bedeckung sei ein weites Feld. Er persönlich habe seine Zweifel, ob die Bedeckung vorbehaltlos und vollumfänglich ratsam ist. Gerade bei vorgeschädigten Bewohnern und Bewohnerinnen könne es durch langes Tragen zu Problemen kommen. Auch bei seinem Personal habe er schon bemerkt, dass es zu Problemen mit der Atmung kam, nachdem die Bedeckung stundenlang getragen wurde. Glücklich sei er damit nicht. „Aber wir praktizieren es“, sagt der Geschäftsführer. Auch weil es eben eine verpflichtende Anordnung dazu gibt. In der Einrichtung müsse der Spagat zwischen dem Tragen der Bedeckung und immer wieder maskenfreien Erholungspausen, wie sie beispielsweise Gewerkschaften fordern, gelingen.

Die Mitarbeiterin kritisierte zudem, dass es beim Personal keine Tests auf eine Erkrankung mit Covid-19 gebe. Sie selbst sei im Haus noch nie getestet worden. Der Geschäftsführer erklärte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mindestens zweimal die Woche getestet würden. Die Personaldecke erlaube es zurzeit aber nicht, auch die Besucherinnen und Besucher zu testen. Wer eine Angehörige oder einen Angehörigen besuchen möchte, müsse eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben und sich dann an die Hygienemaßnahmen halten.

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