1. Startseite
  2. Frankfurt

Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erhält Deutschen Umweltpreis

Erstellt:

Von: George Grodensky

Kommentare

Christof Schenck, 60, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.
Christof Schenck, 60, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Foto: Jeldrik Schröer / FZS © Jeldrik Schroer (ZGF)

Bundesstiftung Umwelt ehrt Christoph Schenck für sein Engagement im Naturschutz. Bundespräsident Frank-Walter überreicht den Preis im Oktober.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ehrt den Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), Christof Schenck, mit dem Deutschen Umweltpreis, einer der höchstdotierten Auszeichnungen der Republik. Der 60 Jahre alte Biologe und Naturschützer teilt das Preisgeld von 500 000 Euro mit den Unternehmern Friedrich Mewis und Dirk Lehmann. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) übernimmt am 30. Oktober die offizielle Ehrung in Magdeburg.

Schenck sei ein Naturschützer aus Leidenschaft, Biologe mit Leib und Seele und ein konsequenter Mahner in Anbetracht der globalen Klima- und Biodiversitätskrise, lobt ZGF-Präsident Klaus Becker. Schenck sei aber auch ein Stratege und visionärer Vordenker, der immer versucht habe, über die Grenzen der ZGF hinweg Naturschutz voranzubringen.

Im Dezember 2000 hatte Schenck die Geschäftsführung der Zoologischen Gesellschaft übernommen, da bestand das Team in Frankfurt aus einer Handvoll Personen und der jährliche Etat, mit dem die ZGF ein buntes Portfolio von 70 teilweise recht kleinen Naturschutzprojekten förderte, lag bei rund 4,5 Millionen Euro. „Heute konzentriert sich unser Engagement auf 31 große Programme und Projekte in 18 Ländern, die wir 2021 mit insgesamt 24,8 Mio. Euro fördern konnten“, sagt Becker.

„Die Welt brennt an allen Ecken und die Zeitfenster, noch etwas zu retten, werden immer kleiner“, erklärt Christof Schenck seinen Antrieb. „Wir als ZGF haben die finanziellen und personellen Möglichkeiten, etwas zu bewegen, also müssen wir das auch tun. Und zwar jetzt.“

Während das Thema Klimawandel inzwischen im öffentlichen Bewusstsein angekommen sei, hält Schenck die Biodiversitätskrise für unterschätzt. Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind laut Weltbiodiversitätsrat (IPBES) vom Aussterben bedroht. Intakte Ökosysteme gehen verloren und mit ihnen die Grundlagen des Lebens wie saubere Luft, reines Wasser und unbelastete Böden. „Um die Funktionalität der Ökosysteme für uns Menschen zu gewährleisten, ist eine Basisfinanzierung der Top-Nationalparks erforderlich“, sagt Schenck. sky

Auch interessant

Kommentare