Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Frankfurt. 14.05.2020. Georg-Buechner-Schule bereitet sich auf die Rueckkehr der Schuelerinnen und Schueler vor. Die 9 und 10 Klassen haben schon wieder Unterricht. Klaase 10d 1.
+
Frankfurt. 14.05.2020. Georg-Buechner-Schule bereitet sich auf die Rueckkehr der Schuelerinnen und Schueler vor. Die 9 und 10 Klassen haben schon wieder Unterricht. Klaase 10d 1.

Frankfurt

Gesamtschule soll 2023 eröffnen

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen

Eine IGS für den Frankfurter Süden soll 2023 eröffnen. Schulleitungen und Eltern sehen Priorität für nächstes Jahr.

Ein neues Gymnasium im Süden Frankfurts ist in Planung und soll nächstes Jahr eröffnen. Nun verkündete Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montagabend im Bildungsausschuss, dass ein Jahr später eine weitere Schule im Süden aufgemacht werden soll: eine integrierte Gesamtschule (IGS). „Wir werden zwei neue Schulen innerhalb von zwei Jahren gründen“, sagte Weber.

Zuvor hatte Claudia Wolff, Schulleiterin der Schillerschule, dafür plädiert, dass statt des Gymnasiums nächstes Jahr eine integrierte oder eine kooperative Gesamtschule (KGS) eröffnen solle. „Das ist der Wunsch aller Schulleiter aller Schulformen im Süden.“ Ein Gymnasium sei derzeit nicht geeignet, es würden Plätze gebraucht, an denen Kinder erfolgreich sein könnten. „Nicht alle Kinder sind auf dem Gymnasium glücklich“, sagte Wolff. „Wir belassen Kinder bei uns auf dem Gymnasium, weil sie nicht wissen, wohin sie gehen sollen.“ In anderen Schulformen gebe es keine freien Plätze. Sie sähen daher eine hohe Frustration bei den Kindern, weil sie am Gymnasium überfordert seien.

Dringender als Gymnasium

Auch Stadtelternbeirätin Rafaela Hartenstein sprach sich im Ausschuss dafür aus, statt des Gymnasiums eine IGS oder KGS im nächsten Jahr zu eröffnen. „Die brauchen wir dringender, da müssen die Prioritäten geändert werden.“ Viele Eltern würden im Süden taktisch die Schulform wählen. Es werde das Gymnasium genommen, weil da die Wahrscheinlichkeit höher sei, einen Platz zu bekommen als an den beiden vollen integrierten Gesamtschulen oder der einen Realschule. Auch CDU-Stadtverordneter Christian Becker stimmte zu, dass „es nicht zu einem taktischen Wahlverhalten kommen darf“, weitere Plätze müssten vorgehalten werden.

Dezernentin Weber zeigte sich erstaunt über das Anliegen, statt eines Gymnasiums eine IGS oder KGS zu gründen. Als der Schulentwicklungsplan aufgestellt worden sei, „ist von unserer Seite eine IGS vorgesehen gewesen“, sagte Weber. „Auf Drängen der CDU und des Stadtelternbeirats ist es ein Gymnasium geworden.“ Weber wies auch darauf hin, dass aus ihrer Sicht „die Gymnasien es selbst in der Hand haben, die Kinder zu behalten“. Mit dem Projekt Haltekraftstärke könnte man sich entsprechend aufstellen.

Und die Plätze am neuen Gymnasium würden auf jeden Fall gebraucht. Mehr Viertklässler:innen wechselten aufs Gymnasium, in diesem Jahr 56 Prozent. Zudem steige die Zahl der Schüler:innen. Zwölf Klassen mehr hätten die Schulen in diesem Jahr aufmachen müssen, sie seien „aus den Rippen geschnitten worden“, sagte Weber. „Im nächsten Jahr müssen wir 18 Klassen über die Kapazität hinaus bilden. Das schaffen wir nicht, wenn wir nicht ein Gymnasium aufmachen.“

Das neue Gymnasium, dessen Standort noch nicht bekannt ist, soll auch inklusiv arbeiten. „Die Gesamtschulen können nicht alle Kinder mit Förderbedarf alleine beschulen“, sagte Weber. Aber im neuen Schulentwicklungsplan, der gerade auf den Weg gebracht werde, sei auch eine IGS im Süden vorgesehen. „Sie wird vorgezogen und zum Schuljahr 2023/2024 eröffnen.“ Damit seien die Vertreter:innen der Gesamtschulen in Gesprächen auch zufrieden gewesen. „Sie haben gesagt, dass sie es noch ein Jahr hinbekämen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare