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Generalprobe fürs Frankfurter Bahnhofsviertelfest gelungen

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Mit einem Pop-up-Store in der Kaiserstraße wird für das Viertel geworben.
Mit einem Pop-up-Store in der Kaiserstraße wird für das Viertel geworben. © Peter Jülich

Der Gewerbeverein im Quartier will künftig mehr als nur ein jährliches Straßenfest bieten.

Der Gewerbeverein Bahnhofsviertel will mit regelmäßigen Aktionen das Image des Bahnhofsviertels langfristig aufpolieren. Die Aktion „Auf ins Viertel“ am 22. Oktober sei als Startschuss gedacht gewesen für das, was noch kommen soll, heißt es vom Verein. Und das ist einiges: Mit regelmäßigen Tages- und Wochenendveranstaltungen im öffentlichen Raum wollen die rund 40 Mitglieder Publikum aller Altersstufen begeistern und so den Imagewandel des Viertels in die Hand nehmen. Die Initiative wolle offen sein und niemanden ausschließen, äußerte der zweite Vorsitzende Alex Zochowski. Es seien vor allem Vereine und Kulturschaffende dazu eingeladen, ihr Viertel durch neue Angebote mitzugestalten.

Die Planungen für Veranstaltungen in der Adventszeit laufen bereits, denn das Fazit der ersten Veranstaltung sei: „definitiv weitermachen“. Nachdem die diesjährige Bahnhofsviertelnacht kurzfristig von der Stadt abgesagt worden war, hatten sich die Mitglieder zusammengetan und innerhalb kürzester Zeit die Aktion „Auf ins Viertel!“ organisiert, bei der es laut Arno Bötzler, Vorsitzendem des Regionalrates, nicht nur „Party auf der Straße“ gegeben habe. Die Besucher:innen hätten die Chance bekommen, hinter die Kulissen zu schauen und das Viertel einmal ganz anders zu erleben. Bötzler ist selbst Anwohner und berichtet von sehr guter Resonanz. Es sei wichtig, dass die Initiative durch andauernde Präsenz die Werte von Vielfalt, Miteinander und Zusammenhalt nach außen trage. Durch die Initiative hätten die Gewerbetreibenden im Bahnhofsviertel einander besser kennengelernt und könnten so dem Viertel mehr Gehör verschaffen.

Das Feedback zur ersten Veranstaltung fiel allerdings nicht bei allen so gut aus. Der Verein Doña Carmen war zehn Jahren bei den Bahnhofsviertelnächten dabei. Das diesjährige Fazit des Vorsitzenden Walentino Witz klingt allerdings eher ernüchternd: „Mit unseren Bordellführungen konnten wir dieses Jahr nur rund 50 Menschen erreichen, normalerweise kommt die zehnfache Menge an Menschen zu uns.“ Dieses Mal hätten sich kaum Leute aus dem Umland und Ältere ins Bahnhofsviertel getraut. Der Verein sei froh gewesen, dass die Initiative so spontan versucht hatte, etwas auf die Beine zu stellen. In der Not habe man sich diesmal mit wenig zufriedengegeben, aber „wenn der Stadt das Viertel was wert ist, muss man wirklich anpacken“.

Dass „anpacken“ in diesem Kontext mehr heißt als ein Straßenfest pro Jahr, scheint unter den Mitgliedern der Initiative Konsens zu sein. Alex Zochowski sagt, der Verein solle als Sprachrohr zwischen Stadt und Gewerbe dienen , damit die Kommunikation in Zukunft besser funktioniert. Die spärliche Werbung für die Aktion sei einerseits darauf zurückzuführen, dass alles innerhalb von vier Wochen organisiert werden musste, andererseits sei es eben auch die Generalprobe gewesen. Konkrete Informationen zu den nächsten Veranstaltungen will der Verein vielleicht schon in der nächsten Woche herausgeben.

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