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Das Gebäudeensemble aus der Ferne. Foto: Michael Schick
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Das Gebäudeensemble aus der Ferne. Foto: Michael Schick

Bockenheim

Gemeinschaftliches Wohnen in Bockenheim: Das beste Konzept erhält den Zuschlag

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Bockenheim In der früheren Akademie der Arbeit an der Gräfstraße soll ein gemeinschaftliches Wohnenprojekt entstehen. Die Stadt vergibt dabei nicht an den Höchstbietenden.

In das ehemalige Gebäude der Akademie der Arbeit an der Ecke von Gräf- und Mertonstraße soll ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen ziehen. Eine entsprechende Ausschreibung bereitet die Stadt vor. Ab Frühjahr können Wohnprojekte oder Genossenschaften ein Konzept einreichen. Das müssen keine fertigen architektonischen Planungen sein. Aber innovative, originelle Konzepte. Die sich dem Stadtteil gegenüber offen zeigen, womöglich auch künftig Wohnraum für Azubis bereits halten. Immerhin ist ein Teil des Gebäudes ein Wohnheim gewesen.

Gleichwohl schadet es nicht, sich für das Konzept professionellen Beistand zu holen. Der Umbau der 3400 Quadratmeter ist komplex. So haben sich die Brandschutzbestimmungen seit 1955 (Baugenehmigung) doch erheblich geändert. Ebenso die Anforderung an Wärmedämmung oder Schallschutz.

Federführend ist die stadtnahe Entwicklungsgesellschaft KEG. Sie hat die Immobilie für 3,8 Millionen Euro gekauft. Nach zähen Verhandlungen. Der ursprünglich aufgerufene Preis lag bei mehr als fünf Millionen Euro.

Der rote Turm in der Mitte ist das Treppenhaus.

Bei der Grundstücksvergabe stehe ein „Paradigmenwechsel“ an, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Nicht das höchste Kaufangebot erhalte den Zuschlag, sondern die Gruppe mit dem besten Nutzungskonzept. Die 3,8 Millionen Euro will die KEG schon wieder einnehmen, aber darüber hinaus keinen Gewinn erwirtschaften, versichert Geschäftsführer Rainer Wrenger.

Auch darum hat Josef lange ringen müssen. Mancher im Magistrat hätte das Gebäude lieber konventionell vermarktet, höhere Einnahmen erzielt. Immerhin ist es ein Filet-Grundstück, perfekt an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. So käme die Stadt den neuen Besitzern beim Thema „Stellplätze für Autos“ deutlich entgegen, sagt Josef, bei einem entsprechenden Konzept.

Der Gewinn soll städtebaulicher Natur sein. Die Kommune würde ein charakteristisches Stück Bockenheim erhalten, sagt Josef. Die neuen Nutzer reißen nicht ab, sie bauen um. Das rote Treppenhaus-Türmchen, das die beiden Gebäudeteile verbindet. Das zur Gräfstraße hin leicht rosé schimmernde Wohngebäude mit 40 Zimmerchen, jedes mit Dusche und WC. Das an der Mertonstraße mit den ehemaligen Schulungs- und Büroräumen und der Kantine mit rund 80 Plätzen.

Etwa eineinhalb Jahre wird sich der Konzeptwettbewerb ziehen, schätzt Wrenger. Bis Sommer 2021 soll das Gebäude darum als Unterkunft für Studierende und Azubis dienen.

Info zur Ausschreibung im Netz:

www.wohnungsamt.frankfurt.de

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