Kultur

„Gemeinsame Pressekonferenz wurde abgelehnt“

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Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) weist Vorwürfe von CDU und Grünen zum Bühnen-Hintergrundgespräch zurück.

Der Streit in der Römer-Koalition um die Zukunft der Städtischen Bühnen verschärft sich. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) erklärt im Gespräch mit der FR, sie habe Baudezernent Jan Schneider (CDU) und Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) eine gemeinsame Pressekonferenz zum Stand der Dinge angeboten. Diese Offerte sei abgelehnt worden, so Hartwig. Die Gründe könne sie nicht nachvollziehen, sagt die Sozialdemokratin.

Erst nach der Ablehnung habe sie Journalisten zum Hintergrundgespräch eingeladen, betont die Stadträtin. CDU und Grüne hatten sie für ihr eigenmächtiges Vorgehen scharf kritisiert.

Hartwig weist auch die Darstellung der CDU zurück, sie habe in der CDU-Fraktion etwas völlig anderes zur Zukunft der Bühnen berichtet als später vor den Journalisten. „Ich habe in der CDU-Fraktion zum Sachstand überhaupt nichts gesagt, sondern habe Michael Guntersdorf als Leiter der Stabsstelle berichten lassen“, so Hartwig.

Personaldezernent Majer sagt, was Hartwig gegenüber den Journalisten erklärt habe, sei ihm „vollkommen neu“ gewesen. Ursprünglich sei ihm der Neuigkeitswert „für eine PK zu wenig“ erschienen. Am heutigen Mittwoch trifft sich die Lenkungsgruppe Städtische Bühnen mit Hartwig, Majer und Schneider – das könnte spannend werden.

Die Linken schlagen sich in diesem Streit auf die Seite Hartwigs. Ihr Hintergrundgespräch sei ein „entschlossener Schritt“ gewesen, so Linken-Fraktionschef Martin Kliehm. Die Reaktionen von CDU und Grünen zeigten nur den „maroden Zustand der Koalition“. Die Kulturdezernentin hatte erklärt, die Bühnen und Zuschauerräume von Oper und Schauspiel könnten erhalten bleiben. Auch die moderne Obermaschinerie der Oper sei weiter zu verwenden. Um diese Bestandteile herum könne ein modernes Bühnengebäude entstehen. Der Linke Kliehm nennt diese Ausführungen „vielversprechend“. Es handle sich um eine „bezahlbare Lösung“. Die FDP spricht dagegen von einem „Kommunikationsdesaster“ der Kulturdezernentin. Die Stadtverordneten müssten „mal wieder erst aus der Presse“ den Stand der Dinge erfahren.

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