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Gemeinsam zu mehr Bildung

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Frankfurt University ehrt ihre Deutschland-Stipendiaten

Den Geist der Frankfurt University of Applied Sciences beschwört der kommissarische Hochschulpräsident René Thiele am Donnerstagabend im Frankfurter Römer. „Wir möchten gemeinsam etwas bewegen“, nenne sich jener Spirit und tatsächlich hat sich daraufhin ein ganzes Sammelsurium an motivierten Menschen getroffen. Studierende, Menschen aus der Stadtpolitik, Mäzeninnen und Mäzene, Unternehmen: alle da.

Geehrt haben sie davor jene 82 Studierenden der Hochschule, die jüngst ein Deutschland-Stipendium des Bundes ergattern konnten. Der zahlt besonders fähigen Studierenden, die sich zudem im sozialen Bereich auszeichnen, also sich engagieren oder eine besondere Migrationsgeschichte vorweisen, ein Jahr lang einen Zuschuss von 150 Euro im Monat.

Ein Sponsor oder Sponsorin aus dem privatwirtschaftlichen Bereich steuert weitere 150 Euro bei, das können Stiftungen sein oder Unternehmen. 82 solcher Geldgeberinnen und Geldgeber wurden akquiriert. 350 Studierende hatten sich beworben.

„Baustein für die Karriere“

Das Deutschland-Stipendium fußt auf drei Säulen. Erstens bietet es den Studierenden finanzielle Unterstützung, leerer Bauch lernt nicht gern. Zweitens ist die Wertschätzung, die mit einem Stipendium einhergeht, Antrieb. Und drittens eröffnet das Stipendium neue Möglichkeiten, zu netzwerken, mit den Förderern gemeinsam etwas zu erarbeiten. „Es ist ein Baustein für die Karriere“, sagt Nargess Eskandari-Grünberg, Frankfurts kommissarische OB, die für den Festakt eigens den Kaisersaal aufgeschlossen hat.

Brauchen das Engagement

Politik und Wissenschaft arbeiteten viel mehr zusammen als früher, hat sie beobachtet: an einer besseren Gesellschaft, an einer besseren Welt. Dafür brauche es aber urteilsfähige Absolventinnen und Absolventen, sagt Bettina Stark-Watzinger. Die Bundesbildungsministerin (FDP) ist als Ehrengast geladen. Launig eröffnet sie ihre Rede mit einem Stück Prosa, das eine KI, eine künstliche Intelligenz, verfasst hat. Das wäre auch niemandem aufgefallen, hätte Stark-Watzinger es nicht verraten.

Die Daten einordnen, bewerten, Schlüsse ziehen, auch mal neu anfangen, das könne die KI nicht, das sei die Sache von Menschen, am besten von bestens ausgebildeten. Um mehr von diesen zu bekommen, müsse Deutschland sein Aufstiegsversprechen erneuern. Das Elternhaus dürfe nicht alleine entscheidend für Bildungserfolg sein.

„Wir sollten noch viel mehr darüber nachdenken, wie man privates Kapital für die Bildungsförderung einsetzen kann. Wir brauchen dieses Engagement dringend“, sagte Stark-Watzinger. Und bei genauem Hinsehen sei jeder Euro eine doppelte Investition, findet die Bundesbildungsministerin: „In die jungen Menschen und in unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Lassen Sie uns gemeinsam das Aufstiegsversprechen für Deutschland wahr machen.“

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