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Die Schülerinnen und Schüler traten nach Altersklassen getrennt gegeneinander an.

Wassersport

Gemeinsam gegen den Wind

Die Schülerregatta eröffnet das Ruderfest mit einem packenden Rennen.

So spannend ist es selten beim Ruderfest. Denn auch der Videobeweis kann beim dritten Rennen zwischen Boot Blau und Weiß keinen Sieger ausmachen. „Ein totes Rennen heißt das im Rudersport“, sagt der Moderator. Also müssen die Boote am Freitagnachmittag ein viertes Mal an den Start. Dann erst setzt sich Team Weiß knapp gegen das blaue Boot durch.

Mit dieser packenden Entscheidung in letzter Sekunde wurden die Zuschauer dann für das lange Warten belohnt. Denn etwa eine Stunde später als angekündigt hat die Schülerregatta beim diesjährigen Ruderfest begonnen.

Die Schüler traten in Viererbooten mit Steuermann oder -frau, getrennt nach Altersklassen und Geschlecht, gegeneinander an. „Wir haben die Teams bewusst gleich stark aufgeteilt, damit es möglichst spannende Rennen gibt“, erläutert Johannes Karg, der als Leiter des Jugendbereichs bei der Rudergesellschaft Germania das Ruderfest mitorganisiert. So gleich stark, dass in der höheren Altersklasse sogar über die drei geplanten Durchgänge hinaus ein vierter nötig war.

Die Nachwuchstalente kommen aus acht verschiedenen Frankfurter Schulen. Für viele sei es der erste Ruderwettbewerb, berichtet Johannes Karg. Deswegen müssen die jüngeren Schüler die Strecke von der Untermainbrücke bis zum Holbeinsteg auch nur einmal im Wettkampfmodus absolvieren. „Nach den 400 Metern sind die erst mal fertig“, sagt Karg.

Frida gehört dazu, sie geht in die siebte Klasse am Gymnasium Nord. Erst kurz vor den Osterferien hat sie mit dem Rudern angefangen. Durch die Aktion „Die schnellste Klasse Deutschlands“ ist die Schülerin auf den Sport aufmerksam geworden.

„Mir gefällt, dass ich es aus eigener Kraft schaffe, so schnell auf dem Wasser durch Frankfurt zu fahren. Und gleichzeitig ist es ein Teamsport, ich muss also auf mich und die anderen achten“, sagt sie.

Mit ihrem Team hat sich Frida das Ziel gesetzt, ohne zu Kentern über die Ziellinie zu fahren.

Begleitet werden die Schüler von ihrer Sportlehrerin Nadine Optenkamp. Sie hat selbst früher an Ruderwettbewerben teilgenommen. Mit den jungen Sportlern ist sie nach dem Rennen sehr zufrieden. „Sie haben das echt super gemacht. Es ist gar nicht so einfach, beim ersten Rennen ein eigenes Tempo durchzuhalten und einen gemeinsamen Schlag zu finden.“ Denn die Bedingungen waren durch den Gegenwind herausfordernd.

Auch für Hannah war es das erste Rennen. „Ich war heute sogar zum ersten Mal mit dem Boot im Wasser“, sagt sie nach dem Wettkampf. Mit ihrem Team ist sie Dritte geworden. „Es war ein wenig chaotisch, aber mir hat es viel Spaß gemacht“, erzählt sie – und sie will auf jeden Fall mit dem Rudern weitermachen.

Darüber freut sich auch Karg. Denn eigentlich ist dieser Wettbewerb nur die Generalprobe für den Landesentscheid für „Jugend trainiert für Olympia“. Dieser Schülerwettbewerb feiert im nächsten Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Dafür sollen die Nachwuchstalente fit gemacht werden und beim Ruderfest schon einmal Wettkampferfahrung sammeln.

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