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Ratgeber

Steigende Kosten für Strom und Wärme: So sparen Sie Geld im Alltag

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Steigende Preise für Heizöl und Strom treiben die Abschläge und Rechnungen in die Höhe. Auch wenn alles teurer wird - mit ein paar Kniffen lässt sich einiges tun.

Frankfurt – Die steigenden Energiekosten werden sich wohl erst in den kommenden Monaten bemerkbar machen – spätestens bei der Heizkostenabrechnung. Doch wenn es ohnehin gegen Ende des Monats finanziell knapp wird, lässt sich mit ein paar Tricks im Alltag einiges einsparen. Und wenn doch gar nichts mehr geht, gibt es in Frankfurt viele Anlaufstellen, wo man sich kompetente Unterstützung suchen kann. Die FR hat ein paar Tipps zusammengestellt .

Wie lässt sich beim Heizen Energie sparen?

Das Absenken der Temperatur um ein Grad Celsius spart rund sechs Prozent Heizenergie. Bei Wohn– und Kinderzimmern reicht eine Temperatur von 18 bis 20 Grad Celsius aus, in der Küche muss es nur 18 Grad sein, auf den Fluren 15. Bei längerer Abwesenheit das Thermostatventil herunterdrehen. Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten. Rollos in kalten Nächten herunterlassen bzw. Fensterläden schließen. Möbel und Gardinen gehören nie direkt vor die Heizung!

Heizkosten und Strom: Mit kleinen Anpassungen lässt sich viel Geld sparen

Wie lässt sich Strom und Gas sparen?

LED-Lampen einsetzen, kein Warmwasser laufen lassen und elektronische Altgeräte durch energiesparendere ersetzen - durch kleine Anpassungen lässt sich schon einiges an Energie einsparen.

Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen empfiehlt zudem, den Vertragsstatus beim Strom- und Gasanbieter zu prüfen: Wenn man keinen gesonderten Tarif vereinbart habe, sei man in der Regel in der Grundversorgung und nicht automatisch im günstigsten Tarif. Einfach nachfragen und den Tarif gegebenenfalls wechseln.

Es muss nicht immer die volle Wärme sein beim Heizen.

Sieghard Pawlik, Vorsitzender des Mieterbundes Hoechster Wohnen, rät dazu, die Betriebskostenabrechnung zu prüfen: Dort würden sich oft Fehler verstecken. Der Mieterbund kann dabei helfen und beraten.

Sparpotenzial bietet der Herd. Schaltet man die Kochplatte frühzeitig aus, nutzt die Restwärme zum Fertiggaren mit Töpfen, die nicht kleiner sind als die Herdplatten, verbraucht man weniger Strom. Ein Gerät zum Wasserkochen benötigt weniger Strom als der Herd. Auch beim Kühlschrank lässt sich mit der richtigen Einstellung, 6–7°C fürs Kühlfach und nicht mehr als -18°C fürs Gefrierfach, Strom sparen.

Beratungsstellen

Diakonie Hessen: Telefon 069 79470
diakonie-hessen.de

Verbraucherzentrale: 069 972010900
verbraucherzentrale-hessen.de
Mo–Do 10–16 Uhr, Fr 10–15 Uhr

Mieterbund: Telefon 069 28 00 50
mieterbund-frankfurt.de

Caritas: Telefon 069 29820
caritas-frankfurt.de

Stabsstelle Mieterschutz: Telefon 069 21237777
frankfurt-mieterschutz.de

Frankfurter Bündnis für Familien:
frankfurter-buendnis-fuer-familien.de
Telefon 069 212 39001

Horrende Kosten für Strom und Wärme: Bei Schulden gibt es Hilfe

Wie lässt sich Wasser sparen?

Fünf Minuten Duschen verbraucht nur etwa ein Drittel der Wassermenge, die beim Baden benötigt wird. Beim Zähneputzen den Becher benutzen, statt das Wasser unnötig laufen zu lassen, oder die Spülmaschine nur voll beladen zu starten, reduziert den Wasserverbrauch um fast 80 Prozent in diesem Bereich.

Was kann man tun, wenn man in Schulden gerät?

Gerade wenn es finanziell eng wird, kann es leicht passieren, dass sich Schulden anhäufen. Martina Boll-Arufe, Leiterin der Schuldnerberatung der Caritas, rät zur Vorsorge, so dass man die Überschuldung möglichst vermeidet. Dafür sollten wichtige laufende Zahlungsverpflichtungen wie Miete, Strom- und Heizungskosten gesichert werden, die Kontoauszüge kontrolliert werden und möglichst neue Verträge, Bestellungen und neue Zahlungsverpflichtungen vermieden werden. Wenn es dann doch schwierig wird und die Rechnungen sich häufen, kann man sich kostenlos bei der Schuldnerberatung Hilfe holen. Die Mitarbeiter:innen unterstützen auch bei der Existenzsicherung, beim Schriftverkehr mit Gläubigern, bei der Erstellung eines Haushaltsplans und Anträgen.

Wo kann man Unterstützung bekommen?

Die diakonischen Beratungsstellen und Einrichtungen sind gute Anlaufstellen. Auch die Caritas bietet viele Hilfsangebote. Bei der Tafel bekommt man alle zwei Wochen kostenlos Lebensmittel. Die Aufnahme in die Kartei hängt von der Lebenssituation und dem aktuellen Warenangebot ab. Entsprechende Nachweise müssen bei der Anmeldung vorgelegt werden. Bei Fragen und Problemen rund um die Miete unterstützt der Mieterbund seine Mitglieder. Es gibt viele Beratungsangebote, und man kann auch seine Betriebskostenabrechnung auf Fehler prüfen lassen. Spartipps und Beratungsangebote gibt auch die Verbraucherzentrale Hessen.

Zusammengestellt von Eileen Kelpe und George Grodensky

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt

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