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Geheim bis zur Show

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Von: Meike Kolodziejczyk

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Musik, die überrascht – und das gleich dreifach.
Musik, die überrascht – und das gleich dreifach. © lucas körner

Zum fünfjährigen Bestehen ihrer Überraschungskonzertreihe „Music Sneak“ kooperiert die Frankfurter Jahrhunderthalle mit der Popakademie Baden-Württemberg

Wer ein Konzert in der Jahrhunderthalle Frankfurt besucht, weiß normalerweise schon vorher, wer und was auf der Bühne zu erwarten ist. Anders in der „Music Sneak“: Drei Acts stehen da pro Abend auf dem Programm, doch die Bands, die Musikerinnen und Musiker sowie das Genre sind bis zum Beginn der Show geheim.

Das Konzept ist vom Kino abgekupfert, von der Sneak Preview. Nur, dass es anstelle eines Überraschungsfilms eben ein Überraschungskonzert gibt. Und das seit nunmehr fünf Jahren, generell einmal pro Monat. Zum Jubiläum soll die Ausgabe am Samstag eine ganz besondere werden. „Music Sneak meets Bandpool“ heißt es, wenn die Popakademie Baden-Württemberg mit ihrem Spitzenförderprogramm „Bandpool“ auf das Konzertformat der Jahrhunderthalle im hauseigenen Club trifft.

Als selbiger 2017 im ehemaligen Restaurant der Jahrhunderthalle eröffnete, sei die Idee entstanden, ihm „mit einer eigenen Konzertreihe musikalisches Leben einzuhauchen“. So erklärt Moritz Jaeschke, Geschäftsführer der Jahrhunderthalle, die Entstehung der Music Sneak. Jenseits der großen Stars auf der großen Bühne im Kuppelsaal sei es dem Team ein Anliegen gewesen, „Acts auf ihrer musikalischen Karriereleiter zu supporten und ihnen eine würdige Plattform zu bieten“.

In diesem Sinne sei die Music Sneak für die Aktiven eine Möglichkeit, „um wichtige Bühnenerfahrung zu sammeln, Solo-Projekte auszuprobieren, Tourneen zu promoten und ein neues, neugieriges Publikum zu gewinnen“, sagt Ellen Giersberg, Projektleiterin des Formats. 24 Shows mit 72 Auftritten haben es in den vergangenen fünf Jahren auf die Bühnen des lauschigen Clubs im stilechten Sixties-Ambiente geschafft. Ohne Corona, Lockdowns und sonstige Einschränkungen wären es wohl etwa doppelt so viele gewesen. Auch das Konzert „Music Sneak meets Bandpool“ war eigentlich bereits für Dezember 2020 geplant gewesen. Nun bildet das Kooperationsprojekt zwischen der Jahrhunderthalle und der Popakademie Baden-Württemberg den Abschluss des fünften Jahres der Konzertreihe.

Die in Mannheim ansässige Akademie ist die einzige deutsche staatliche Hochschuleinrichtung, die ihre Studiengänge auf die Bereiche Populäre Musik und Kreativwirtschaft fokussiert. Im angeschlossenen Coachingprogramm „Bandpool“ werden Bands aus der ganzen Republik 18 Monate lang in professionellen Workshops auf den Einstieg ins Musikbusiness vorbereitet. Bekannte Absolvent:innen: etwa Max Giesinger, Joris oder Lotte.

Die Kooperation mit der Jahrhunderthalle und der Music Sneak ermögliche Newcomern, sich „vor großem Publikum zu präsentieren“, erklärt Michael Herberger, Geschäftsführer der Popakademie. „Und sie lässt uns zusammen mit der gesamten Live-Branche zuversichtlich nach vorne schauen.“ Morgen stehen zwei Acts aus dem aktuellen Popakademie-Kader sowie eine ehemalige Bandpool-Pflanze auf der Bühne im Club der „Geburtsstätte des Rock’n’Roll in Deutschland“ (Jaescke). Wer das sein wird, wird vorab natürlich nicht verraten.

„Music Sneak meets Bandpool“ am Samstag, 17. Dezember, 20 Uhr, im Club der Jahrhunderthalle Frankfurt, Pfaffenwiese 301. Karten kosten im Vorverkauf 18 Euro, an der Abendkasse 20 Euro. Mehr: www.musicsneak.com

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